Erinnerungsfotos in Videos verwandeln: Wenn KI die Vergangenheit zurückbringt
Mit lokaler KI erwachen alte Fotos zu neuem Leben. Das kostenlose Modell LTX-2 verwandelt Bilder im Handumdrehen in realistische, vertonte Videos.
(Bild: dubova, stock.adobe.com / Ulrike Weis / KI / heise medien)
Bevor es Smartphone-Kameras gab, beschränkten sich Erinnerungen meist auf Momentaufnahmen. In alten Umzugskisten finden sich oft Fotoalben mit wild gestreiftem Einband und leicht vergilbten Seiten, die an legendäre Momente erinnern. Doch was wäre, wenn man den eingescannten Bildern mit KI neues Leben einhauchen könnte – und das kostenlos und auf dem eigenen Rechner? Mit dem Open-Weights-Modell LTX-2 vom israelischen Entwickler Lightricks lassen sich Fotos im Handumdrehen in authentisch animierte und vertonte Videos verwandeln. Auf einem aktuellen Gaming-PC ist ein kurzes Testvideo meist schon in einer Minute fertig. So kann man ohne viel Zeitaufwand experimentieren, bis das Ergebnis stimmt, und abschließend in rund fünf Minuten ein Endergebnis in 1080p generieren.
Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt dieser Ratgeber für Einsteiger. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Modell unter Windows mithilfe von Pinokio und Wan2GP installieren, um Fotos in wenigen Minuten zum Leben zu erwecken. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wenn Sie alte Tonaufnahmen finden, können Sie die Fotos mit realistischen Lippenbewegungen zum Sprechen bringen. Alternativ können Sie auch die KI den Ton generieren lassen, indem Sie im Prompt deutschen Text oder Musikstile vorgeben. Das klingt nicht immer perfekt, doch auch für einen besseren Sound gibt es nützliche Tricks.
- Zwischen vergilbten Albumseiten schlummern unzählige Momente aus der Zeit vor Smartphone-Videos – und sie müssen nicht länger stillstehen.
- Mit dem kostenlosen Open-Weights-Modell LTX-2 lassen sich alte Fotos kostenlos auf dem eigenen Rechner in bewegte, vertonte Videos verwandeln.
- Wie das ohne Cloud-Abo funktioniert und worauf es bei Installation, Hardware und Prompts ankommt, zeigen wir Schritt für Schritt in diesem Ratgeber.
Wer möchte, kann auch ein Quellvideo vorgeben, sodass die Personen auf dem Foto die Bewegungen nachahmen. Bei den Vorlagen sollten Sie selbstverständlich kein Bild- oder Tonmaterial verwenden, für das Sie keine Rechte oder Erlaubnis besitzen. Die Technik birgt schließlich ein großes Missbrauchspotenzial. Unsere Ergebnisvideos ließen sich zwar meist noch auf Anhieb als KI-generiert erkennen, aber unerfahrene Personen könnten sie durchaus für echt halten.
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