WTF: Raspberry-Pi-Verbot bei Amtseinführung des New Yorker Bürgermeisters
Neben unter anderem Fahrrädern und Regenschirmen gelten auch Raspberry Pis als gefährliche Gegenstände und sind verboten.
Wer einen Raspberry Pi dabei hat, muss draußen bleiben: Mancher Maker dürfte über die Regeln bei der Amtseinführungszeremonie von New Yorks neuem Bürgermeister Zohran Mamdani heute Nachmittag stutzen. Denn man könnte sich fragen, was denn nun eigenartiger ist: Einen Raspberry Pi zur Amtseinführung eines Bürgermeisters mitbringen oder genau das bei einer solchen Veranstaltung zu verbieten.
Für New Yorks Stadtverwaltung war jedenfalls klar: Die vielseitig einsetzbaren Einplatinencomputer haben bei dem Event heute um 17 Uhr deutscher Zeit nichts zu suchen. Auf der Liste verbotener Gegenstände tummelt sich der Raspberry in ungewöhnlicher Gesellschaft: Unter anderem Fahrräder, Laserpointer, Regenschirme und der Flipper Zero sind ebenfalls nicht erlaubt.
Eigentlich weitgehend die üblichen Verdächtigen für diesen Anlass, jedenfalls, wenn man ihn sich mal genauer ansieht. Das Publikum wird sich voraussichtlich dicht an dicht auf dem New Yorker Broadway tummeln, für ein Fahrrad wäre kaum Platz. Ein Regenschirm könnte ausgeklappt anderen die Sicht versperren oder bei Handgreiflichkeiten gefährlich werden (und wer genügend Agenten-Thriller genossen hat oder den Fall Georgi Markow kennt, dem fallen bestimmt noch ganz andere Szenarien ein).
Verbot ohne zusätzliche Hardware
Und der Flipper Zero, quasi ein Hacking-Tool für die Hosentasche, kann unter anderem Funksignale von Autoschlüsseln, Alarmanlagen und ähnlichem aufzeichnen und wieder abspielen – nur ein möglicher plausibler Grund, warum die verantwortlichen Sicherheitsbehörden das Gerät an dem Abend aussperrten.
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Und damit sind wir bei dem angelangt, was auch die Maker von Adafruit an der Sache so stutzig macht: Ohne zusätzliche Hardware, mindestens zur Stromversorgung, taugt so ein Raspberry Pi für recht wenig. Eine Begründung für das exotische Verbot gibt es von offizieller Seite nicht.
Das lässt Raum für Spekulationen: Wollte die Stadtverwaltung die Kreativität böswilliger Bastler auf keinen Fall unterschätzen? Hat der verantwortliche Beamte einfach die KI nach Flipper-ähnlichen Spielereien gefragt? Sicherheitsforscher Stefan Klatt hat einen anderen Verdacht und kommentiert den Vorgang auf X: „Wie sagt man, dass man keine Ahnung hat, ohne es zu sagen?“
(nen)