Trump-Smartphone T1 verpasst geplanten Marktstart

UrsprĂĽnglich sollte es im Sommer kommen, dann bis Ende 2025: Die Trump Organisation hat den Release-Termin des goldfarbenen T1-Smartphones gerissen.

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Trump-Handy T1 vor schwarzem Hintergrund

(Bild: Trump Mobile)

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Das Trump-Handy T1 ist nicht wie angekündigt bis Ende 2025 erschienen. Kurz vor dem Jahreswechsel berichtete die Financial Times über eine weitere Release-Verzögerung des goldfarbenen Smartphones, das ursprünglich schon im Sommer 2025 erscheinen sollte, bevor der Release-Termin schließlich als Ende 2025 angegeben wurde.

Während Pressevertreter und Geschäftsführer der verantwortlichen Firma Trump Mobile für die Financial Times nicht erreichbar waren, gelangte die US-Zeitung über den Kundendienst an eine Begründung für die erneute Verzögerung: Der Shutdown der US-Regierung im vergangenen Oktober sei verantwortlich. Auch Fortune berichtet von Kontakt mit dem Kundendienst von Trump Mobile und zitiert einen Mitarbeiter: „Das T1 wurde aufgrund des Regierungs-Shutdowns verschoben. Auf Seiten der FCC musste alles vorübergehend pausiert werden.“ Die Kommunikationsbehörde FCC ist für die Zertifizierung von Smartphones zuständig.

Einen neuen Release-Termin für das Handy nennt Trump Mobile, eine Tochter der von der Familie des US-Präsidenten geführten Trump Organisation, nicht. Mitarbeiter des Kundendiensts erklären laut den Medienberichten aber, ihnen sei Mitte bis Ende Januar als neues Fenster für die Veröffentlichung genannt worden.

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Trump Mobile hatte das T1-Handy ursprünglich mit der Behauptung vermarktet, das Handy werde in den USA hergestellt. Das ist wegen fehlender Fabriken und Lieferketten praktisch ausgeschlossen. Kurz nach der Ankündigung nahm die Firma diese Behauptung mehr oder weniger zurück und feuerte stattdessen Nebelkerzen ab, um die Frage nach der Herkunft nicht beantworten zu müssen: Das Handy sei „proudly American“, heißt es auf der Shop-Seite des T1-Handys, also „stolz amerikanisch“. Oder: Das Handy sei mit „amerikanischen Werten“ designt worden. Hinter jedem Gerät steckten amerikanische Hände, schreibt Trump Mobile zudem. Das Smartphone werde in den USA „zum Leben erweckt“.

Die Texte auf der Shop-Webseite des Handys weisen deutliche Marker von KI-Generierung auf: „Das T1 ist nicht einfach nur ein weiteres Smartphone – es ist ein mutiger Schritt in Richtung drahtloser Unabhängigkeit. Mit amerikanischen Werten im Blick entwickelt, bietet das T1 erstklassige Leistung, ein schlankes Design und leistungsstarke Funktionen – und das alles ohne den überhöhten Preis“, ist dort etwa zu lesen.

Auch die technischen Spezifikationen des Smartphones wurden nach der Vorstellung noch geändert. Das T1-Smartphone soll mit einem eigenen Handytarif angeboten werden, für den die Trump Organisation Kapazitäten bei bestehenden Mobilfunkprovidern in den USA mietet.

Das T1-Handy wird fĂĽr 500 US-Dollar verkauft. Neben dem goldfarbenen Handy verkauft Trump Mobile mittlerweile generalĂĽberholte Smartphones von Apple und Samsung.

(dahe)