Den passende Basis-ETF finden: Es muss nicht immer der MSCI World sein
Wir stellen Alternativen zum MSCI World vor, die sich als Basis fürs Portfolio eignen – darunter den FTSE All-World und einen Welt-Index ohne US-Unternehmen.
(Bild: Mike Bunjes / KI / heise medien)
ETFs sind in Deutschland längst ein Standardinstrument für den privaten Vermögensaufbau. Kein Wunder, schließlich investieren Anleger dabei mit nur einem Klick gleich in mehrere Unternehmen und reduzieren dank dieser Streuung das Verlustrisiko. Doch bei der Wahl des Basis-ETFs – also jenem Produkt, um das Sie ihr Portfolio herumbauen – gehen die Meinungen auseinander. Denn neben Sicherheit soll er auch eine gewisse Rendite bieten. Eigenschaften, die mehrere Indizes – die Basis eines jeden ETFs – vereinen. Es muss also nicht immer der MSCI World sein.
Zwar dominiert der Klassiker laut European ETF Savings Plan Study 2025, doch die Kritik an seiner massiven US-Lastigkeit wächst. Im Jahr 2025 hat er erneut bewiesen: Die vermeintliche Sicherheit des Marktführers erkauft man sich mit einem Klumpenrisiko (großer Anteil einer Region, eines Sektors, Unternehmens oder Währungsraums), während alternative Indizes oft eine stabilere oder gar bessere Performance lieferten. Der Blick über den Tellerrand kann sich also lohnen – für neue Anleger und diejenigen, die über eine Umschichtung innerhalb ihres Portfolios nachdenken.
- Angesichts der groĂźen Ăśberschneidungen sollte sich im Portfolio nur ein globaler Basis-ETF befinden.
- Der S&P 500 berĂĽcksichtigt lediglich US-Unternehmen, kann aufgrund seiner Entwicklung aber dennoch ein guter Ausgangspunkt fĂĽr das eigene Portfolio sein.
- Alle Basis-Indizes gibt es in speziellen Varianten, die etwa Währungseffekte neutralisieren, bestimmte Weltregionen ausschließen oder die Gewichtung verändern.
Die Kandidatenliste ist kurz, aber prominent besetzt. So gesellen sich zum MSCI World inklusive einer Variante ohne US-Unternehmen die deutlich breiter aufgestellten FTSE All-World und MSCI ACWI (All Country World Index). Beide decken zusätzlich auch Schwellenländer ab. Wer diese Breite bevorzugt, findet im FTSE All-World High Dividend Yield eine Variante mit Fokus auf hohe Gewinnausschüttungen. Aber auch der S&P 500 erfreut sich der Studie zufolge einer großen Beliebtheit, es reicht für den zweiten Platz. Er bildet lediglich US-Unternehmen ab und verzichtet damit auf die regionale Streuung der anderen. In der Vergangenheit war dies mit Blick auf die Rendite ein Vorteil. Im Folgenden erklären wir die wesentlichen Unterschiede dieser fünf Basis-Indizes und zeigen die Entwicklung der vergangenen Jahre. Zusätzlich gehen wir auf spezielle Ableger ein, die beispielsweise die Gewichtung verändern oder Wechselkurseffekte neutralisieren.
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