Nodi Flip: kindgerechtes Audiogerät für Hörspiele und Sprachnachrichten
Nodi Flip ist ein Audiogerät für Kinder, das Hörbücher und Sprachnachrichten abspielt. Es richtet sich gegen zu viel und zu frühen Medienkonsum.
Nodi Flip gibts in verschiedenen Farben. Das Gerät spielt Audioinhalte ab und wird über große Tasten bedient.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Das Berliner Start-up Nodi hat mit dem Nodi Flip ein Audiogerät für Kinder vorgestellt, das eine Alternative zu Smartphone und Tablet bieten soll. Zielgruppe sind Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Der Flip ist absichtlich nicht dazu in der Lage, Videos abzuspielen. Der Hersteller setzt auf Audioinhalte und kontrollierte Kommunikation über Sprachnachrichten.
Sein Nodi Flip spielt Musik, Hörbücher und Podcasts ab. Die Inhalte stammen aus der Streamingbibliothek Spotifys sowie aus einer eigenen Nodi-Bibliothek mit kuratierten und offline verfügbaren Inhalten. Eltern wählen die gewünschten Aufnahmen in einer Smartphone-App aus. Alternative Streaminganbieter unterstützt Nodi derzeit nicht.
Ton gibt das Gerät wahlweise über den integrierten Lautsprecher, Bluetooth oder USB-C aus. 16 Gigabyte Speicher erlauben den Verzicht auf permanente Internetverbindung. Beim Einrichten sowie für Streaming und Sprachnachrichten ist jedoch eine Datenverbindung erforderlich.
Das Gerät lässt sich ausschließlich über große Tasten bedienen. Ein Internetbrowser, Videoangebote oder offene Netzzugänge sind über Nodi nicht verfügbar. Der kleine Bildschirm dient der Anzeige von Informationen über die verfügbaren Tonaufnahmen sowie Bedienmenüs, nicht dem Konsum von Bildinhalten.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Sprachnachrichten unter elterlicher Kontrolle
Neben der Audiowiedergabe unterstützt der Nodi Flip den Austausch von Sprachnachrichten. Es handelt sich dabei um asynchron versendete Sprachdateien, nicht um Echtzeitgespräche. Multitasking wie Sprachnachrichten abhören und gleichzeitig weiter Musik abzuspielen, ist nicht möglich.
Videos by heise
Die Nachrichten werden nicht über Telefonnummern oder öffentliche Messengerdienste versendet, sondern direkt zwischen Nodi-Geräten oder über die Eltern-App, die für Android und iOS jeweils auf Deutsch und Englisch zur Verfügung steht.
Eltern legen in der App fest, mit welchen Personen ihr Kind kommunizieren darf. Diese Personen benötigen wiederum selbst entweder einen Nodi Flip oder die Nodi-App auf ihrem Smartphone. Ohne Freigabe ist keine Kommunikation möglich. Zu Transport-, Signal- oder Verschlüsselungsprotokollen nennt Nodi leider keine technischen Details.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Ausführungen mit WLAN und LTE
Nodi bietet den Flip in zwei Varianten an: einer reinen WLAN-Version sowie einer Ausführung mit zusätzlichem Mobilfunk. Die LTE-Variante verfügt über eine integrierte eSIM und einen Nano-SIM-Steckplatz. Eltern können entweder einen von Nodi angebotenen Datentarif nutzen oder eine eigene SIM-Karte einsetzen.
Eine Ortungsfunktion ist nicht fest integriert. Optional bietet Nodi jedoch Zubehör an, mit dem sich das Gerät über Apples „Wo ist?“-Netzwerk finden lässt. Eine entsprechende Lösung für Android soll folgen.
Preise und Verfügbarkeit
Der Nodi Flip kostet in der WLAN-Ausführung 169 Euro, in der Variante mit WLAN und LTE 199 Euro. Laut Hersteller war die erste Produktionscharge von 3.000 Geräten bereits nach 20 Tagen ausverkauft. Aktuell lassen sich die Geräte vorbestellen. Ab April 2026 sollen sie wieder verfügbar sein.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(akr)