Rolle rückwärts: Dell bringt die Notebookmarke XPS zurück
Dell revidiert sein erst vor einem Jahr geändertes Namensschema für Notebooks und bringt den Markennamen XPS zurück.
Dells XPS 13 Plus aus dem Jahr 2023.
(Bild: Dell)
Auf der CES 2025 sorgte Dell weniger mit neuen Produkten als vielmehr mit deren Vermarktung für Aufmerksamkeit: Der Hersteller verabschiedete sich von etablierten Markennamen wie Inspiron, Latitude und XPS. Wie Dells Jeff Clarke auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der CES 2026 selbstkritisch zugab, hat das Unternehmen seine Ziele aber deutlich verfehlt: Das neue Schema, das den Namen Dell in den Vordergrund stellte und zur Differenzierung Anhängsel wie Plus, Pro und Max sowie Kombinationen wie Pro Premium mitbrachte, hat die Kunden verwirrt. Und in dessen Folge sanken die Absatzzahlen massiv.
Die Lösung wurde in dem Moment ersichtlich, als Clarke die Bühne betrat: Er trug ein T-Shirt mit dem Markennamen XPS. Das war keine Nostalgie, sondern Ausblick: Es wird 2026 wieder XPS-Notebooks geben, die diesen Namen sogar stolz auf dem Deckel tragen. Den Anfang machen ein XPS 14 und ein XPS 16 mit entsprechend großen Bildschirmen und Intels nagelneuem Core Ultra 300 alias Panther Lake. Für Nutzer wichtiger als die Namensänderung: Dell hält nicht länger an seiner unpraktischen Sensortastenreihe oberhalb der Buchstaben fest, sondern spendiert der Tastatur endlich wieder eine Zeile mit physischen F-Tasten. Die beiden neuen XPS-Modelle sollen im Laufe des Januars vorbestellbar sein und ab Monatsende ausgeliefert werden; Preise für Deutschland hat Dell bislang nicht genannt.
Später im Jahr soll dann noch ein XPS 13 folgen, das nicht nur kleiner, sondern auch günstiger sein soll. Konkrete Preise oder Infos zum Innenleben wollte Clarke noch nicht nennen; von dreistelligen Preisen würden wir deshalb nicht ausgehen. Apropos: Unterhalb der 1000er-Marke (egal ob in US-Dollar oder Euro) würden Kunden rein nach Preis-Leistung kaufen und nicht nach der Marke, so Clarke. Deshalb bleibt es dort beim Dell-Branding; Inspiron kehrt nicht zurück.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Mehr Alienware und ein bisschen Precision
Bei Gaming-Notebooks sei das anders. Dort kehrt aber weder Inspiron Gaming zurück noch gibt es wie bei anderen Herstellern eine Zweitmarke für die Mittelklasse: Notebooks für Gamer heißen bei Dell nun quer durch die Bank Alienware.
Bei Notebooks für Geschäftskunden justiert Dell nach: Der Name Dell Pro sei bei der Kundschaft gut angekommen, sodass die Marke Latitude abgelegt bleibt. Nur am oberen Ende herrschte Verwirrung, sodass die ehemalige Workstation-Marke Precision als Zusatz (Dell Pro Precision) für besonders leistungsstarke Geräte zurückkehrt.
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Und bei Monitoren bleibt alles beim Alten: Bis zur Mittelklasse gibt es kryptische Kürzel, während Topmodelle wie eh und je UltraSharp heißen.
heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
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(mue)