Beim Raspi abgeschaut: HP versteckt x86-Mini-PC in der Tastatur
HP packt einen Mini-PC mit Ryzen-Prozessor in eine USB-C-Tastatur – auf Wunsch sogar mit Akku.
(Bild: HP)
Da Mobilprozessoren immer mehr Komponenten enthalten und die zugehörigen Hauptplatinen dementsprechend immer kleiner ausfallen können, eröffnen sich für solche auch neue Möglichkeiten. HP stellt auf der CES eine Tastatur vor, die auch gleich noch das technische Innenleben eines Notebooks mitbringt: Im EliteBoard G1a arbeitet ein Ryzen-AI-300-Prozessor mit bis zu acht Kernen (Krackan Point). Sowas in der Art gab es zuletzt nur mit viel schwächerem Innenleben, nämlich einem Raspberry Pi 5. HPs Ausführung erfordert wegen der stärkeren Hardware eine aktive Kühlung mit Lüftern.
HP sieht das EliteBoard G1a für Arbeitnehmer mit täglich wechselnden Arbeitsplätzen vor (Shared Desk), die aber nicht mobil arbeiten und deshalb kein vollständiges Notebook benötigen. Wie ein solches kann man das EliteBoard aber bei Feierabend in eine (mitgelieferte) Hülle stecken und wegschließen, damit die Daten auf der SSD geschützt bleiben. Am Arbeitsplatz lässt sich das EliteBoard wiederum wie ein Notebook per USB-C-Anschluss an Monitoren oder Dockingstationen anschließen. Daten, Bildsignal und Strom fließen dann über ein einzelnes Kabel.
Zwei Varianten
HP sieht zwei Varianten des EliteBoard vor. Bei der ersten ist ein USB4-fähiges USB-C-Kabel wie bei klassischen Tastaturen fest angebracht, bei der zweiten fehlt es. Die weiteren Schnittstellen sind identisch: Beide Variante bieten an der Rückseite weitere USB-C-Buchsen, von denen aber nur eine ebenfalls USB4 mit 40 Gbit/s spricht – die zweite ist auf USB 3.1 Gen 2 (10 Gbit/s) beschränkt.
(Bild:Â HP)
Neben Windows 11 Home oder Pro sowie verschiedenen Kapazitäten bei SSD und RAM bietet HP als ungewöhnliche Option auch einen Akku an, der ebenfalls noch Unterschlupf im Gehäuse findet. Damit lässt sich in Kombination mit einem USB-C-Bildschirm ein „Notebook für Arme“ basteln – auch, weil HP bestenfalls dreieinhalb Stunden Laufzeit angibt. Die Option ist daher eher für Regionen mit schlechter Stromversorgung interessant, wo der Akku dann als Grundlage für ein System mit unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) agiert: Man kann das System noch gezielt herunterfahren oder schlafenlegen, ohne dass Datenverlust bei geöffneten Dokumenten droht.
Zu den Preisen und Verfügbarkeitsterminen äußerte sich HP bislang nicht.
heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
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(mue)