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Ausrollbare OLEDs: Lenovo zeigt Notebook-Konzepte mit ungewöhnlichen Displays

Lenovo experimentiert für kommende Notebooks mit rollbaren OLEDs: Auf der CES gab es Prototypen mit seitlich oder nach oben ausfahrbaren Displays zu sehen.

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Notebook mit überbreitem Display steht auf rotem Tisch

Lenovo Legion Pro Rollable.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Lesezeit: 3 Min.
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Lenovo verkauft mit dem ThinkBook Plus Gen6 seit vergangenem Herbst bereits ein Notebook mit ausrollbarem OLED-Bildschirm. Diese Bauart wird mit dem frisch vorgestellten ThinkBook Plus Gen7 zwar nicht fortgeführt, doch Lenovos Ingenieure werkeln weiter an Notebooks mit auf- beziehungsweise ausrollbaren Display. Auf der CES zeigte der Hersteller zwei Notebook-Prototypen, die sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Sowohl dem ThinkPad Rollable (Business-Notebook) als auch dem Legion Pro Rollable (Gaming-Notebook) ist gemein, dass Lenovo das besondere OLED-Panel samt zugehöriger Mechanik im Deckel unterbringt. Das war beim ThinkBook Plus noch anders: Dort versteckte sich die Technik im Rumpf, was dessen Entwicklung und Fertigung aufwendig und teuer macht. Bei den neuen Bauarten kann der Rumpf hingegen konventionell ausfallen, sodass ein und dasselbe Notebook mal mit normalem Deckel und mal mit ausrollbarem OLED bestückt werden könnte. Das senkt die Entwicklungskosten.

Bei ThinkPad Rollable läuft das flexible OLED über die obere Deckelkante, wo es von einem gewölbten Stück Gorillaglas geschützt wird. Ein Teil des OLEDs ist immer an der Außenseite des Deckels zu sehen, sodass man auch bei zugeklapptem Deckel Statusinformationen zu Gesicht bekommt. Beim Ausfahren des Bildschirms nach oben läuft dieser Teil dann über eine Walze auf die Innenseite und ergänzt den Windows-Desktop, sodass mehr Bildhöhe als die üblichen 14 Zoll zum Arbeiten an großen Dokumenten zur Verfügung steht.

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Die Statusanzeige an der Außenseite verschwindet nicht, weil sich an der Deckelaußenseite noch mehr Bildschirmfläche versteckt, die dann nach oben wandert und nur in diesem Modus angesteuert wird. Die Mechanik ist im ausgefahrenen Zustand durch die Gorillaglasscheibe an der Außenseite sichtbar.

An der oberen Kante schützt gewölbtes Gorillaglas das empfindliche OLED-Panel.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Auch beim Gaming-Notebook Legion Pro steckt ein biegsames OLED-Panel im Deckel. Im Normalbetrieb hat es eine Diagonale von 16 Zoll, doch mit ausrollbaren Bereichen an beiden Seiten kann die Anzeigefläche über den einprogrammierten Zwischenschritt 21,5 Zoll auf bis zu 24 Zoll vergrößert werden – beide selbstredend in extremen Breitbildformaten.

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Solche sind bei Gamern beliebt, vergrößern sie doch das Blickfeld, was bei Immersion wie Feinderkennung hilft. Beim Transport nimmt das Legion Pro Rollable hingegen nicht mehr Platz weg als andere 16-Zöller auch. Die Nutzergruppe mag zudem das zusätzliche Gewicht und der arg dicke Deckel nicht abschrecken, denn Gaming-Notebooks sind generell weder leicht noch schlank.

Der Deckel des Legion Pro fällt sehr dick aus, damit die Aufrollmechanik darin Platz findet.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Lenovo wollte nicht ausschließen, dass die beiden Konzeptgeräte künftig einmal als tatsächliche Produkte in den Handel kommen. Aktuell ist dies aber nicht geplant.

heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.

(mue)