Panther Lake: Intel stellt 14 Core Ultra 300 vor
Die Katze ist endlich aus dem Sack. Intel nennt konkrete Spezifikationen zu den Panther-Lake-Prozessoren. Die Leistungsaufnahme steigt allerdings teilweise.
(Bild: Intel)
Intel stellt 14 Notebook-Prozessoren aus der Familie Panther Lake alias Core Ultra 300 vor. Der Hersteller offenbart damit erstmals eine wichtige Kenngröße: die elektrische Leistungsaufnahme. Bei der gibt es Fort- und Rückschritte.
Basis-Leistungsaufnahme steigt
FĂĽr besonders kompakte und leise Notebooks schlecht: Es gibt keine 15-Watt-Modelle mehr. Stattdessen hebt Intel die minimale elektrische Leistungsaufnahme (Processor Base Power, PBP) auf durchgehend 25 Watt an. Das erschwert potenziell die KĂĽhlung.
Im Gegenzug sinkt die maximale elektrische Leistungsaufnahme (Maximum Turbo Power, MTP) von 115 Watt bei Core Ultra 200H (Arrow Lake-H) auf standardmäßig 65 Watt. Die kleineren Prozessoren mit maximal acht CPU-Kernen begnügen sich mit 55 Watt.
Panther Lake soll vor allem bei geringer Last sehr effizient arbeiten: Ein Lenovo IdeaPad mit dem neuen Topmodell Core Ultra X9 388H soll beim Netflix-Streaming laut Intel 27 Stunden durchhalten.
(Bild:Â Intel)
Die klassische Unterteilung in die Wattklassen U und H fällt weg. Wie bei Desktop-Prozessoren gibt es Modelle ganz ohne Suffix und zusätzlich H-Typen mit neuer Bedeutung: Sie verwenden das größere CPU-Chiplet mit 12 bis 16 Kernen und unterstützen optional eine erhöhte Basis-Power von 45 Watt sowie einen Turbo bis 80 Watt.
Die Technik von Panther Lake stellte Intel bereits im vergangenen Oktober vor. Mit dabei: neue CPU-Kerne in Form von Cougar Cove (Performance-Kerne) und Darkmont (Effizienz- und Low-Power-Effizienzkerne). Die Grafikarchitektur hebt Intel auf Xe 3 alias Celestial. Alle Typen integrieren zudem eine recht starke KI-Einheit, die mindestens 46 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) schafft.
Core Ultra X9 betritt die BĂĽhne
Das X unter anderem beim Topmodell Core Ultra X9 388H steht für den GPU-Vollausbau mit zwölf Xe-Kernen. CPU-seitig gibt es vier Performance-, acht Effizienz- und vier Low-Power-Effizienzkerne. Die maximale Taktfrequenz beziffert Intel auf 5,1 GHz.
Der Core Ultra 9 386H ist abseits der schwächeren „Intel Graphics“ nahezu baugleich. Lediglich die CPU-Taktfrequenz ist mit maximal 4,9 GHz etwas niedriger.
Das schnellste auf 55 Watt limitierte Modell ist der Core Ultra 7 365. Mit je vier Performance- und Low-Power-Effizienzkernen ähnelt es Lunar Lake am stärksten.
Die zwei Chiplet-Varianten mit den CPU-Kernen fertigt erstmals Intel mit der eigenen neuen 18A-Technik. Die kleinere GPU-Variante mit vier Xe-Kernen läuft im Fertigungsprozess Intel 3 vom Band. Die große GPU mit zwölf Xe-Kernen produziert dagegen der Chipauftragsfertiger TSMC im N3P-Verfahren.
(Bild:Â Intel)
Noch keine CPU-Benchmarks
Intel konzentriert sich zur Vorstellung im Rahmen der Technikmesse CES 2026 vor allem auf die starke GPU. Sie soll gegenüber Lunar Lake (Core Ultra 200V) um bis zu 77 Prozent steigen, allerdings bei etwa linear höherer Leistungsaufnahme. Zur Bewertung des 18A-Prozesses ist jedoch vor allem die CPU-Performance spannend, zu der Intel bislang nur grobe relative Aussagen trifft.
So soll die Singlethreading-Leistung eines einzelnen Performance-Kerns gegenĂĽber Lunar Lake bei gleicher elektrischer Leistungsaufnahme um zehn Prozent steigen. Die Multithreading-Leistung soll dank verdoppelter Kernanzahl bei gleicher Leistungsaufnahme um mindestens 50 Prozent zulegen.
Etwas konkreter soll der Core Ultra X9 388H im Multithreading-Test des Vergleichs-Benchmarks Cinebench 2024 „bis zu 60 Prozent schneller bei ähnlicher elektrischer Leistungsaufnahme“ sein. Punktwerte nennt der Hersteller nicht.
(Bild:Â Florian MĂĽssig / heise medien)
Ab Ende Januar verfĂĽgbar
Notebooks mit Panther Lake sollen ab dem 27. Januar 2026 verfügbar sein. Vorbestellungen starten im Laufe des 6. Januars. Intel verspricht weitere Gerätevorstellungen im Laufe der kommenden Monate. Später im Jahr sollen zudem Gaming-Handhelds mit den Prozessoren erscheinen.
heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
(Bild:Â Florian MĂĽssig / heise medien)
| Spezifikationen Intel Core Ultra 300 | ||||||||
| Modell | Kerne (P+E+LPE) | max. Takt | L3-Cache | NPU-TOPS | GPU / Xe-Kerne / max. Takt | max. Speicher | Basis-Power | max. Power |
| Core Ultra X9 388H | 16 (4+8+4) | 5,1Â GHz | 18Â MByte | 50 | Arc B390 / 12 / 2,5 GHz | LPDDR5X-9600 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 9 386H | 16 (4+8+4) | 4,9Â GHz | 18Â MByte | 50 | Intel Graphics /4 / 2,5 GHz | LPDDR5X-8533 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra X7 368H | 16 (4+8+4) | 5,0Â GHz | 18Â MByte | 50 | Arc B390 / 12 / 2,5 GHz | LPDDR5X-9600 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 7 366H | 16 (4+8+4) | 4,8Â GHz | 18Â MByte | 50 | Intel Graphics /4 / 2,5 GHz | LPDDR5X-8533 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra X7 358H | 16 (4+8+4) | 4,8Â GHz | 18Â MByte | 50 | Arc B390 / 12 / 2,5 GHz | LPDDR5X-9600 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 7 356H | 16 (4+8+4) | 4,7Â GHz | 18Â MByte | 50 | Intel Graphics /4 / 2,45 GHz | LPDDR5X-8533 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 5 338H | 12 (4+4+4) | 4,7Â GHz | 18Â MByte | 47 | Arc B370 / 10 / 2,4 GHz | LPDDR5X-8533 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 5 336H | 12 (4+4+4) | 4,6Â GHz | 18Â MByte | 47 | Intel Graphics /4 / 2,3 GHz | LPDDR5X-8533 | 25 W | 65 / 80 W |
| Core Ultra 7 365 | 8 (4+0+4) | 4,8Â GHz | 12Â MByte | 49 | Intel Graphics /4 / 2,5 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
| Core Ultra 7 355 | 8 (4+0+4) | 4,7Â GHz | 12Â MByte | 49 | Intel Graphics /4 / 2,5 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
| Core Ultra 5 335 | 8 (4+0+4) | 4,6Â GHz | 12Â MByte | 47 | Intel Graphics /4 / 2,45 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
| Core Ultra 5 325 | 8 (4+0+4) | 4,5Â GHz | 12Â MByte | 47 | Intel Graphics /4 / 2,45 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
| Core Ultra 5 332 | 6 (2+0+4) | 4,4Â GHz | 12Â MByte | 46 | Intel Graphics /2 / 2,3 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
| Core Ultra 5 322 | 6 (2+0+4) | 4,4Â GHz | 12Â MByte | 46 | Intel Graphics /2 / 2,3 GHz | LPDDR5X-6800 | 25 W | 55 W |
(mma)