Verge Motorcycles stellt E-Motorrad mit Feststoffakku vor
Der finnische Hersteller Verge Motorcycles stattet seine Elektromotorräder mit Feststoffakkus aus. Die ersten Exemplare sollen in Kürze ausgeliefert werden.
Elektromotorrad Verge TS Pro
(Bild: Verge Motorcycles)
Ein Ende der Reichweitenangst auf zwei Rädern verspricht das finnische Unternehmen Verge Motorcycles: Es hat ein Elektromotorrad mit einem Feststoffakku vorgestellt, das eine große Reichweite haben soll. Es ist nach Herstellerangaben das erste Serienmotorrad mit einem solchen Akku.
Der finnische Hersteller ersetzt in seinen Maschinen die herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus durch neuartige Festkörper- oder Feststoffakkus (Solid State Battery). Möglich sei das, weil die Motorräder modular konzipiert seien, erläutert Verge Motorcycles in einem Video. So könnten Komponenten ausgetauscht werden, wenn neue Technologien zur Verfügung stünden, ohne dass das Motorrad neu entwickelt werden muss.
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Die Feststoffakkus stammen von dem Unternehmen Donut Lab. Sie gelten als wichtiger Fortschritt in der Speichertechnologie: Diese Akkus haben eine deutlich höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Akkus, speichern also mehr Strom bei gleicher Größe. Sie lassen sich zudem schneller laden und können kein Feuer fangen.
Verge stattet die TS Pro mit einem Akku aus, der 33,3 Kilowattstunden speichert. Damit solle das Motorrad nach Herstellerangaben 600 Kilometer weit kommen, teilte das Unternehmen mit. Das wären über 200 Kilometer mehr als mit dem Lithium-Ionen-Akku. Geladen wird mit einer Leistung von maximal 200 Kilowatt. In etwa zehn Minuten soll genug Strom für eine Reichweite von 300 Kilometern geladen werden.
Kleinere Akkuvariante
Daneben bietet der Hersteller noch eine kleinere Akkuvariante mit einer Kapazität von 20,2 Kilowattstunden. Diese soll eine Reichweite von 350 Kilometern ermöglichen.
Das Besondere an den E-Motorrädern aus Finnland ist ihr Hinterrad: Es hat keine Nabe und keine Kette. Der Antrieb ist ein Felgenmotor, bei dem die Felge als Rotor, die Nabe als Stator dient. Er wird wie der Akku von Donut Lab gebaut.
Der Antrieb hat eine Leistung von 102 Kilowatt und ein maximales Drehmoment von 1000 Newtonmeter. Damit beschleunigt das Motorrad in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h limitiert.
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Verge Motorcycles bietet zwei Varianten der TS Pro sowie die TS Ultra mit dem neuen Akku an. Die günstigere TS Pro startet bei knapp 36.600 Euro, die teurere bei knapp 37.800 Euro. Die TS Ultra gibt es ab gut 54.400 Euro. Die Maschinen können bereits bestellt werden. Als Lieferdatum nennen die Finnen das erste Quartal 2026 für die TS Pro. Die TS Ultra soll im zweiten Quartal ausgeliefert werden.
(wpl)