VR-Brillen auf der CES 2026: Angriff der Leichtgewichte

Der weltweit größte VR-Brillenfertiger Goertek und andere Unternehmen nehmen auf der CES 2026 vorweg, wie dünn und leicht VR-Brillen in diesem Jahr werden.

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Ein Mann mit einer ultradĂĽnnen VR-Brille.

Play for Dream zeigt auf der CES 2026, was in Sachen Formfaktor möglich ist.

(Bild: Thomas Poersch / VoodooDE)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Goertek zählt zu den wichtigsten Fertigungspartnern der VR-Branche und ist als Zulieferer und Hersteller für Unternehmen wie Apple, Meta und Sony tätig.

Auf der CES 2026 präsentiert das chinesische Unternehmen ein Referenzdesign für Hardware-Hersteller, das einen Ausblick auf Größe und Gewicht kommender VR-Brillen gibt.

Das Gerät wiegt etwa 100 Gramm und integriert zwei 4K-OLED-Mikrodisplays mit Pancake-Linsen, die ein Sichtfeld von 100 Grad bieten, Passthrough-Funktionalität sowie Raumtracking in einem ungewohnt kompakten Formfaktor. Da eine eigene Recheneinheit fehlt, setzt das Gerät einen PC als Zuspieler voraus.

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Die bereits erhältlichen PC-VR-Brillen Bigscreen Beyond 2 und MeganeX Superlight 8K bewegen sich bei Gewicht und Größe in einem ähnlichen Bereich, setzen jedoch externe Tracking-Hardware voraus. Dass der weltweit größte VR-Brillenfertiger ein massenproduzierbares Referenzdesign präsentiert, ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich der Trend zu besonders kompakten Formfaktoren in diesem Jahr verfestigt.

Mit Geräten wie Meta Quest 3 und Apple Vision Pro, die über 500 Gramm wiegen, lässt sich Goerteks Referenzdesign nur bedingt vergleichen, da diese Geräte Prozessor, Kühlung und – im Fall von Metas Produkt – auch die Batterie im Gehäuse enthalten.

Ein Rendering von Goerteks Referenzdesign. Fotos des Geräts gibt es bei RoadtoVR.

(Bild: Goertek)

Allerdings zeichnet sich bereits eine neue Generation autarker Geräte ab, die diese Komponenten in einen kabelgebundenen Taschencomputer auslagert und damit einen mit Goerteks Referenzdesign vergleichbaren Formfaktor erreichen wird. Erste Geräte dieser Art werden von Pico und Meta erwartet.

Neben Goertek stellen zwei weitere chinesische Hersteller schlanke PC-VR-Geräte auf der CES aus. Pimax präsentiert die neue Produktreihe Pimax Dream Air mit OLED-Mikrodisplays und Pancake-Linsen. Sie erscheint in mehreren Ausführungen, die unter 200 Gramm wiegen, und kann bereits vorbestellt werden. Die Auslieferung der ersten Geräte beginnt laut Pimax Ende des Monats.

Außergewöhnlich dünn und leicht: Der VR-Prototyp von Play for Dream.

(Bild: Youtube-Kanal VoodooDE)

Wie weit die technische Verdichtung gehen kann, demonstriert der VR-Brillenhersteller Play for Dream mit einem ultradünnen Prototyp, der unter 100 Gramm wiegt und ähnlich wie Goerteks Referenzdesign OLED-Mikrodisplays, Pancake-Linsen und Passthrough kombiniert. Ein serienreifes Produkt ist für Ende 2026 geplant.

Möglich machen diese Miniaturisierung mehrere technische Entwicklungen der vergangenen Jahre. Micro-OLED-Mikrodisplays ersetzen allmählich großflächige LCD-Panels und erlauben dank hoher Pixeldichte deutlich kompaktere Displaymodule. Pancake-Linsen wiederum falten den Lichtweg und reduzieren so die notwendige Bautiefe. Im Fall autarker Geräte wird eine Split-Architektur zum Tragen kommen, bei der Recheneinheit und Akku in einen tragbaren Computer ausgelagert werden. Der neue Formfaktor geht allerdings zulasten der Bewegungsfreiheit und des Nutzungskomforts, da ein kabelgebundenes externes Gerät erforderlich wird.

(tobe)