Mittwoch: Berliner Stromanschlag von links, CES mit etlichen Technik-Neuheiten
Brandanschlag inländisch + Lenovo-Laptop mit Motor-Display + Motorolas Handys & Wearables + Roborock macht Beine + Haptik von Robotern + Aumovios neues Cockpit
(Bild: Shutterstock)
Diese Woche steht im Zeichen der Technikmesse CES in Las Vegas, doch hierzulande bleibt der Berliner Anschlag auf die Stromversorgung das größte Thema. Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Bundesregierung geht nicht von einer „False Flag“-Aktion aus und spricht von einer linksterroristischen Tat. Ein Laptop-Highlight der CES ist der drehbare Bildschirm des ThinkBook Plus Gen7, der sich selbstständig öffnen und dem Nutzer folgen kann. Wer in Teams-Meetings unruhig vor dem Gerät sitzt oder seinen Sprechanteil lieber im Stehen oder gar Herumlaufen absolviert, hat hier dann immer einen guten Blick auf den Bildschirminhalt. Derweil lässt Motorola zur CES 2026 eine ganze Reihe neuer Produkte vom Stapel. Dazu gehören ein neues High-End-Smartphone, FIFA-Klapphandys, eine neue Smartwatch und ein Stift als Handy-Zubehör. Ein weiteres neues Smartphone hebt man sich aber noch für später auf, denn von Motorolas erstem großen Foldable, dem Razr Fold, gab es nur einen Teaser zu sehen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Fünf Tage nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke mit fünf 110-Kilovolt-Leitungen über den Berliner Teltowkanal ist die Stromversorgung in Teilen des Berliner Südwestens noch nicht wiederhergestellt. 24.700 Haushalte und 1.120 Gewerbebetriebe sind laut Angabe des landeseigenen Betreibers Stromnetz Berlin weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten. Wieder angeschlossen worden sind 20.000 Haushalte und 1.000 Gewerbekunden. Die Probleme sollen bis Donnerstag vollständig behoben sein, doch die frostigen Witterungsverhältnisse erschweren die Arbeiten an Leitungen. Dabei nahmen nicht nur die vom Brand beschädigten Kabel selbst Schaden, Kurzschlüsse in weiteren Systemen sorgten für zusätzliche Schwierigkeiten. Es wurden „mehrere Systeme gleichzeitig beschädigt”: Berliner Anschlag auf Stromversorgung.
Die erste der heutigen Neuigkeiten der aktuellen CES kommt von Lenovo. In den Anfangsjahren der Tablet-PCs war ein zentrales Drehscharnier die übliche Bauweise, die im Laufe der Zeit dann aber von den mittlerweile vorherrschenden 360-Grad-Scharnieren abgelöst wurden. Lenovo besinnt sich beim neuen ThinkBook Plus Gen7 auf die alte Bauform, gönnt dieser aber einen gewissen Dreh: Das Scharnier ist motorisiert, sodass sich der Notebookdeckel automatisch öffnen und drehen kann. Lenovo nutzt dies für technische Spielereien. So klappt der Deckel von allein nach oben, wenn man das schlafende Notebook antippt oder per Sprachkommando zur genannten Aktion auffordert: Motorisierter Bildschirm des ThinkBook Plus Gen7 Auto Twist dreht sich zum Nutzer.
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Daneben zeigt Motorola auf der CES 2026 in Las Vegas mehrere Neuheiten aus unterschiedlichen Bereichen. Mit dem Signature-Smartphone wagt sich der Hersteller in den High-End-Bereich vor. Das Motorola Signature wird von einem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben, dem aktuell schnellsten Smartphone-Prozessor. Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada bringt Motorola eine spezielle Version seines Razr-Faltsmartphones auf den Markt. Die runde Moto Watch ist eine neue Smartwatch und wurde zusammen mit Polar entwickelt. Neu im Zubehörangebot ist der Moto Pen Ultra. Der Stift soll Motorola-Smartphones wie dem Signature eine weitere Bedienoption verpassen. Das sind einige der CES-Neuheiten 2026 von Motorola: Smartphone, Foldables und Zubehör.
Auch das Smart Home ist ein großes Thema der Technikmesse CES und so hat der Saugroboterhersteller Roborock jetzt einen Saugroboter vorgestellt, der mithilfe von mehrgelenkigen Beinen Treppen überwinden kann. Der Roborock Saros Rover verfügt über eine Zwei-Rad-Bein-Architektur. Jedes der Radbeine kann er unabhängig voneinander anheben und absenken. Dadurch sind kleine Sprünge, agile Drehungen, plötzliche Stopps und Richtungswechsel möglich. Das soll den Saros Rover auch für komplexes Treppenterrain, etwa für schmale, kurvige Wendeltreppen, eignen. Sind die Beine eingeklappt, fährt der Roboter wie andere Putzflundern auch flach über den Boden und putzt ihn. Der Ansatz wirkt praxistauglicher und weniger aufwendig als die Technik anderer Hersteller: Saugbot Roborock Saros Rover erklimmt Treppen mit Hühnerbeinen statt Fähre.
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Auf der CES 2026 werden aber nicht nur Produkte, sondern auch grundlegende Techniken präsentiert. So entwickelt das kanadische Unternehmen Haply Robotics haptische Schnittstellen zur Gerätesteuerung, die Position, Bewegung und Kräfte in mehreren Freiheitsgraden von der Hand auf Elektronik übertragen. In der Praxis lassen sich mit den Haply-Eingabegeräten Roboterarme über natürliche Bewegungen intuitiv steuern. Das Haply-Gerät leistet bei der Ausbildung von Chirurgen und Zahnärzten, aber auch im 3D-Design seine Dienste. In Labor, Industrie und medizinischer Ausbildung macht es weniger geeignete Notlösungen wie Gamecontroller überflüssig. Bei der Teleoperation von Robotern kann ein Nutzer fühlen, was die Maschine fühl: Haply Robotics’ haptische Schnittstelle für Robotik.
Die aus dem Automotive-Geschäft von Continental hervorgegangene Firma Aumovio ist seit September 2025 als unabhängiges Unternehmen an der Frankfurter Börse notiert. Aumovio nutzt die CES 2026 in Las Vegas, um seine Ansätze für automatisiertes Fahren, Elektrik- und Elektronikarchitektur für softwaredefinierte Kraftfahrzeuge sowie Fahrzeugsicherheit zu zeigen. Im Mittelpunkt steht die „User Experience“ im Fahrzeuginnenraum. Unter dem Namen „Branded Personalized Cockpit“ zeigt Aumovio eine modulare Multi-Display-Landschaft, die verschiedene Anzeigetechniken kombiniert. Dazu zählen zwei OLED-Displays und ein E-Ink-Bildschirm. Je nach Designthema ändert sich Farben und Muster des Armaturenbretts: Neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor von Aumovio.
Auch noch wichtig:
- Das US-Startup iMogul stellt eine KI-Plattform vor, die DrehbĂĽcher analysiert und Marktdaten fĂĽr Produzenten bereitstellt. Macht KI Fernsehen besser? Das ist die Frage bei iMogul: KI-gestĂĽtzte Analyse von DrehbĂĽchern.
- Nodi Flip ist ein Audiogerät für Kinder, das Hörbücher und Sprachnachrichten abspielt. Es richtet sich gegen zu viel und zu frühen Medienkonsum: Kindgerechtes Audiogerät Nodi Flip für Hörspiele und Sprachnachrichten.
- Der Absatzkrise auf dem europäischen Markt treten die Hersteller mit einer Reihe von frischen Modellen entgegen. Ihre Chancen sind höchst unterschiedlich: Die große E-Welle neuer Autos 2026.
- HP packt einen Mini-PC mit Ryzen-Prozessor in eine USB-C-Tastatur – auf Wunsch sogar mit Akku. Das wurde beim Raspi abgeschaut: HP versteckt x86-Mini-PC in der Tastatur.
- Das neue BSI-Portal soll zentraler Anlaufpunkt für IT-Sicherheit bei kritischen Infrastrukturen werden. Doch sagt BSI-Präsidentin Plattner zum BSI-Portal: „Werden nicht die ganze Republik retten können“.
- TCL schwimmt gegen den Strom. Der chinesische Displayspezialist setzt nicht auf RGB-LEDs, sondern auf weiĂźe Mini-LEDs und Quantenpunkte im LCD-TV: TCL-Fernseher fĂĽr satte Farben mit weiĂźen LEDs und neuen Nanopartikeln.
- Die Grok-KI erstellt weiter fleißig sexuelle Deepfakes von Frauen und Kindern, die Bilder sind öffentlich einsehbar. Immer mehr Staaten und die EU werden aktiv, denn dies sei „widerlich“: Kritik an X wegen sexualisierter Deepfakes von Grok nimmt zu.
- SSDs der Baureihen WD Black und WD Blue gehören der Geschichte an. Sandisk kramt stattdessen einen alten Markennamen heraus für sein Western-Digital-Erbe: Sandisk verabschiedet sich von WD Black und WD Blue.
- Dell revidiert sein erst vor einem Jahr geändertes Namensschema für Notebooks und bringt den Markennamen XPS zurück. Der PC-Hersteller macht die Rolle rückwärts: Dell bringt die Notebookmarke XPS zurück.
- Im Rahmen von Softwareleaks sind auch Details zum Studio Display 2 durchgesickert. Nutzer können sich demnach auf lange erwartete Features freuen, denn es gibt deutliche Verbesserungen in petto: Das soll Apple beim Studio Display 2 planen.
- Mit der „Cloud-9“ ist wohl ein kosmisches Objekt entdeckt worden, das bislang nur theoretisch beschrieben wurde. Es ist eine kleine Gaswolke mit viel Dunkler Materie: Gescheiterte Zwerggalaxie „Cloud-9“ aus Dunkler Materie und ohne Sterne.
- In Sachen KI-Hype fährt Apple bislang auf der Kriechspur. Wird das 2026 so bleiben? Die Marktentwicklung wird interessant. Eine Analyse zu Apple und der KI: Erst hinten, nach geplatzter Blase vorne?
- Die Katze ist endlich aus dem Sack. Intel nennt konkrete Spezifikationen zu den Panther-Lake-Prozessoren. Die Leistungsaufnahme steigt allerdings teilweise bei Panther Lake: Intel stellt 14 Core Ultra 300 vor.
(fds)