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XGIMI zeigt dezente Display-KI-Brille mit automatisch wechselndem Sprachmodell

Mit „MemoMind“ stellt der Beamer-Hersteller XGIMI ein neues Produktsegment vor und setzt dabei auf Leichtbau, modulare Gestaltung und diskrete KI-Funktionen.

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Frau mit modernen smarten Brillen in schwarzem Rahmen, Porträtaufnahme vor neutralem Hintergrund, Fokus auf Design und Alltagstauglichkeit.

Vom Beamer-Hersteller zum KI-Brillen-Anbieter: XGIMI erweitert das Portfolio um drei Smart Glasses.

(Bild: XGIMI)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

XGIMI, bisher vor allem für mobile Projektoren bekannt, steigt in den wachsenden Markt smarter Brillen ein. Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas zeigt das Unternehmen unter dem neuen Markennamen „MemoMind“ eine Serie von KI-Brillen, die sich in Ausstattung, Formfaktor und Display-Technik unterscheiden. Die Geräte sollen sich möglichst unauffällig in den Alltag einfügen und durch ein hybrides KI-System verschiedene Assistenzfunktionen automatisch bereitstellen.

Das Betriebssystem wählt selbstständig und je nach Aufgabe ein passendes Sprachmodell von Anbietern wie OpenAI, Azure oder Alibabas LLM Qwen. Die nötigen Interaktionen für Funktionen wie Übersetzung, Notizen, Erinnerungen oder Zusammenfassungen will der Hersteller so kurz und unaufdringlich wie möglich halten.

Zum Start zeigt XGIMI zwei konkrete Modelle. Das Modell „Memo One“ verfügt über Displays in beiden Gläsern und integrierte Lautsprecher. Die „Memo Air Display“ setzt auf ein einzelnes Display im rechten Glas und soll durch ihr geringes Gewicht und reduziertes Design möglichst wenig auffallen. Ein weiteres Modell, das noch mehr wie eine klassische Brille wirken soll, befindet sich laut XGIMI in Entwicklung. Kameras sind in keinem der Modelle verbaut.

XGIMI MemoMind Smart Glasses (2 Bilder)

Das „Air-Display“ der MemoMind-Brillen projiziert Text in das Auge des Nutzers. (Bild:

XGIMI

)

Die Brillen lassen sich mit acht unterschiedlichen Rahmen und fünf austauschbaren Bügelvarianten konfigurieren. Auch Korrekturgläser sind möglich. Das leichteste Modell bringt lediglich 28,9 Gramm auf die Waage. Ein Ladeetui soll die Nutzungsdauer auf bis zu sieben Tage verlängern, wobei eine Ladung laut Hersteller für einen Arbeitstag ausreichen soll. Konkrete Angaben zur Nutzungsdauer gibt es bisher nicht.

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Die Displaytechnologie basiert auf Entwicklungen aus XGIMIs Projektorsparte. Die eingesetzten „Air-Displays“ sollen sich dynamisch an Lichtverhältnisse und Kopfbewegungen anpassen. Alle Modelle sind derzeit auf der CES 2026 im Venetian Expo ausgestellt. Vorbestellungen sollen demnächst starten. Für das Modell Memo One nennt XGIMI einen Preis von rund 599 US-Dollar. Angaben zu den anderen Varianten gibt es noch nicht.

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(joe)