Google: Nicht alle Chromebooks erhalten Aluminium OS

Google bereitet den Wechsel von ChromeOS auf Aluminium OS vor. Nicht alle aktuellen Chromebooks erhalten das Upgrade, so das Unternehmen.

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RĂĽckseite eines Chromebooks mit dem Logo, im Hintergrund das unscharfe Gesicht eines Kindes

(Bild: Firyal Ramzy/Shutterstock.com)

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Seit Monaten ist klar, dass Google Android und ChromeOS miteinander verschmelzen wird. Die ersten Notebooks auf Basis des als „Aluminium OS“ bezeichneten neuen Betriebssystems sollen laut Google in diesem Jahr erscheinen. Im Zuge der Umstellung auf das neue Betriebssystem stellt sich die Frage: Was passiert mit ChromeOS und Chromebooks? Auf diese Frage weiß John Maletis, Vizepräsident für Produktmanagement für ChromeOS, die Antwort. In einem Ask-me-Anything-Beitrag (AMA) des Blogs Chromeunboxed sagte Maletis unter anderem, dass ChromeOS noch nicht so schnell am Ende sei und nicht alle aktuellen Chromebooks ein Update auf Aluminium OS erhalten werden.

Wie Chromeunboxed schreibt, spekulieren Nutzer, dass Google mit der Veröffentlichung von Aluminium OS das bisherige ChromeOS auf dem berüchtigten Google-Friedhof begraben könnte. Doch dem sei nicht so: Die Größe von ChromeOS mache einen „Ausstieg“ unmöglich. Denn Geräte mit ChromeOS werden von „Millionen und Abermillionen von Schülern, Verbrauchern und Arbeitnehmern“ genutzt. Diese Menschen seien „stark von dem abhängig, was wir mit Chromebooks erreicht haben“. Daher sei die „Kontinuität der Nutzung und der Geräte, ganz zu schweigen von der Geschäftskontinuität, wirklich wichtig“.

Auf kurze bis mittelfristige Sicht scheint Google also kein Aus von ChromeOS zu planen. Das deutete sich auch schon in einer mittlerweile gelöschten Stellenausschreibung an, die andeutete, dass Google ChromeOS und Aluminium OS parallel laufen lassen will: Demzufolge soll es künftig „ein Portfolio von ChromeOS- und Aluminium-OS-Geräten für den gewerblichen Einsatz in allen Formfaktoren“ geben.

Der Stellenanzeige zufolge plant Google, ChromeOS langfristig auslaufen zu lassen. Dafür soll das Team eine Produktroadmap entwickeln und pflegen, „die sich mit den zu liefernden Ergebnissen und der Strategie befasst, mit der Google von ChromeOS auf Aluminium OS umgestellt wird, wobei die Geschäftskontinuität in Zukunft gewährleistet bleibt“.

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Laut Maletis behält Google das 2023 gemachte Updateversprechen von 10 Jahren für Chromebooks bei. „Während wir diese Entwicklung durchlaufen, halten wir an unserer Verpflichtung fest, diese Geräte ab dem Marktstart der Plattform 10 Jahre lang zu unterstützen“, sagte er. Das bedeutet, dass Google trotz der umfangreichen Umstellung die aktuelle Hardware weiterhin unterstützen wird.

Auch auf die Frage, ob bestehende Chromebooks auf die neue Android-basierte Plattform aktualisiert werden können, geht Maletis ein. Seine Antwort: „Es kommt darauf an.“

Seinen Ausführungen zufolge sei die Migration von ChromeOS auf Aluminium OS „aufgrund technischer Spezifikationen nicht bei allen Geräten möglich“. „Aber für viele der neueren Geräte werden wir daran arbeiten, dass Kunden eine Migration durchführen können“, so der Google-Manager. Zudem sagte er, dass der Supportzeitraum erhalten bleibt, unabhängig davon, ob die Geräte das neue Betriebssystem erhalten können oder nicht.

Einen festen Termin für den Start von Aluminium OS hat Google derweil noch nicht gegeben. Der Hersteller bestätigte lediglich, dass es 2026 losgehen soll. Spätestens zur Google I/O 2026, die voraussichtlich im Mai stattfindet, dürfte es weitere Details und mögliche erste Produktankündigungen geben.

(afl)