Starlink: FCC genehmigt SpaceX den Start von 7500 weiteren Satelliten

SpaceX darf jetzt bis zu 15.000 Starlink-Satelliten der zweiten Generation ins All bringen. Das soll etwa die direkte Anbindung von Smartphones verbessern.

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A male hand holding a smartphone with his right hand with Starlink logo and a blurred planet earth in space at background

(Bild: Juan Alejandro Bernal/ Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat SpaceX erlaubt, weitere 7500 Starlink-Satelliten der zweiten Generation ins All zu bringen. Damit darf das Raumfahrtunternehmen des Milliardärs Elon Musk nun 15.000 dieser Internetsatelliten im Erdorbit betreiben, heißt es in einer Stellungnahme. Die Behörde erlaubt SpaceX demnach auch, diese moderneren Starlink-Satelliten zu verbessern und auf fünf Frequenzbändern zu senden und zu empfangen. Zudem seien „veraltete Anforderungen“ zurückgenommen und dem Wunsch von SpaceX entsprochen worden, Starlink-Satelliten künftig in niedrigeren Umlaufbahnen zu platzieren. Abgelehnt hat die FCC aber den Antrag von SpaceX, insgesamt 30.000 Satelliten starten zu dürfen. Außerdem hat die FCC für die genehmigten Satelliten einen straffen Zeitplan vorgegeben: SpaceX muss mindestens die Hälfte davon bis Dezember 2028 starten und in Betrieb nehmen.

Starlink wird seit 2019 aufgebaut, inzwischen liefern mehr als 9400 aktive Satelliten auf allen Kontinenten schnelle Internetverbindungen. Etwa 3500 davon gehören zur ersten Generation, rund 6000 zur zweiten. SpaceX arbeitet an einer dritten Generation, diese Satelliten können aber lediglich mit der Riesenrakete Starship ins All gebracht werden, die bisher nicht einsatzbereit ist. Während SpaceX damit bislang die mit Abstand größte sogenannte Megakonstellation aus Satelliten betreibt, plant etwa Amazon den Aufbau einer eigenen. Auch in China gibt es Pläne für eigene Starlink-Konkurrenten. Der strategische Wert von Starlink wurde in den vergangenen Jahren etwa im Ukraine-Krieg deutlich, aktuell ermöglicht der Dienst Kontakte in den Iran, trotz des dortigen Internet-Blackouts.

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Den jetzt von der FCC genehmigten Antrag zum deutlichen Ausbau von Starlink hat SpaceX im Herbst gestellt. Darin hat SpaceX unter anderem versprochen, dass sich die neuen Satelliten direkt mit herkömmlichen Smartphones verbinden können. Das hat die FCC nun ebenfalls bestätigt und erklärt, dass diese Technik den Weg für mobile Anwendungen der nächsten Generation ebnen soll. Die Nachrichtenagentur Reuters weist noch darauf hin, dass die damalige FCC-Chefin noch 2024 davor gewarnt hat, dass Starlink zu wenig Konkurrenz hat. Immerhin betreibt SpaceX schon mehr als zwei Drittel aller aktiven Satelliten.

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