XPipe 20.0: Open-Source-Tool vereinfacht Multi-Server-Verwaltung

Update fĂĽr XPipe: Version 20.0 des Desktop-Tools fĂĽrs Server-Management unterstĂĽtzt EC2-Instanzen und S3-Buckets. SSH-Keys lassen sich nun direkt generieren.

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Server mit Glaskugel, grĂĽner Hintergrund

(Bild: heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Entwickler des Open-Source-Projekts XPipe haben Version 20.0 veröffentlicht. Das Desktop-Tool fürs Server-Management erhält mit dem Update Unterstützung für Amazons AWS-Cloud: Administratoren können nun direkt aus der Anwendung heraus auf EC2-Instanzen und S3-Buckets zugreifen. Neu ist außerdem die jetzt integrierte SSH-Key-Verwaltung.

XPipe ist ein Connection-Hub, der lokale Kommandozeilenwerkzeuge nutzt, ohne auf den Zielsystemen Software installieren zu müssen. Die Anwendung läuft unter Windows, macOS und Linux und soll die Verwaltung verteilter Server-Infrastrukturen vereinfachen.

Die AWS-Integration erfolgt über das AWS Command Line Interface (CLI). Nutzer können SSH-Verbindungen zu EC2-Instanzen aufbauen, wobei optional der AWS Systems Manager (SSM) genutzt werden kann. Dies ermöglicht den Zugriff auf Systeme ohne öffentlich erreichbaren SSH-Port. S3-kompatible Buckets lassen sich als Dateisystem einbinden. Die Entwickler stellen in den Release Notes auf GitHub weitere Feature- und Performance-Verbesserungen in Aussicht.

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Der AWS-Support ist Teil der kommerziellen Professional-Lizenz. Im Rahmen des neuen Release steht eine einmonatige kostenlose Testphase zur VerfĂĽgung. XPipe verfolgt ein Open-Core-Modell: Die Basis ist quelloffen, professionelle Funktionen sind kostenpflichtig.

Eine zentrale Neuerung ist die integrierte SSH-Key-Generierung. XPipe nutzt dafür das systemseitige Werkzeug ssh-keygen von OpenSSH und unterstützt die Algorithmen RSA, ED25519 sowie ED25519 mit FIDO2 für Hardware-Tokens. Die generierten Schlüssel lassen sich automatisch auf Zielsysteme übertragen. Ein Dialog für die Key-Rotation erlaubt die Verwaltung über Quick-Actions. Aus Private Keys können zudem die zugehörigen Public Keys extrahiert werden.

Für die Strukturierung von Verbindungen führt Version 20.0 ein Tag-System ein. Administratoren können Verbindungseinträge markieren und filtern. Die Konfiguration von SSH-Jump-Servern wurde überarbeitet: Ein Gateway-Feld steuert nun das Verhalten. Standardmäßig ist die Jump-Server-Funktion aktiviert, lässt sich aber bei Bedarf deaktivieren.

Mit Group Vaults erweitert XPipe die Team-Umgebungen. Diese gemeinsamen Tresore nutzen ein geteiltes Group-Secret, das über Passwort-Manager, benutzerdefinierte Befehle oder Secret-Dateien bereitgestellt wird. Die zentrale Administration behält die Kontrolle, vorhandene Team-Vaults können konvertiert werden.

Die Tailscale-Integration wurde aktualisiert und bietet nun die Wahl zwischen automatischer Tailscale-SSH-Authentifizierung und Standard-SSH mit Passwort oder Schlüssel. Tailscale-Einträge können als Basis für RDP- oder VNC-Verbindungen dienen.

Eine neue Batch-Action ermöglicht Split-Terminals für mehrere Systeme gleichzeitig. XPipe unterstützt Windows Terminal, Kitty und WezTerm. Über Terminal-Multiplexer wie tmux oder zellij steht ein Broadcast-Modus zur Verfügung, der Befehle parallel an mehrere Panes sendet.

Der erweiterte Netzwerk-Scan erkennt nun auch RDP- und VNC-Dienste. Die UnterstĂĽtzung fĂĽr KeePassXC wurde ausgebaut und erlaubt die Nutzung mehrerer Datenbanken. Ein Schalter fĂĽr Port-Tunneling sowie Korrekturen fĂĽr die Android-Linux-Terminal-App sind ebenfalls Teil des Updates.

(fo)