Seagate: 32-TByte-Festplatten fĂĽr NAS und Server

Die neuen Versionen der Reihen Exos, Ironwolf Pro und Skyhawk AI speichern wie ihre Vorgänger im CMR-Format, ihre Kapazität aber steigt auf 32 Terabyte.

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(Bild: Seagate)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Festplattenhersteller Seagate packt die Daten in seinen Festplatten noch einmal etwas dichter: Statt 30 TByte passen nun 32 TByte in die immergleichen Gehäuse im 3,5-Zoll-Format. Seagate nutzt dazu seine HAMR-Technik, bei der winzig kleine Laser in den insgesamt 20 Schreibköpfen die Oberfläche kurz vor dem eigentlichen Schreibvorgang so stark erhitzen, dass die Magnetpartikel auf den Scheiben sich mit sehr geringem Energieaufwand ummagnetisieren lassen.

Die neue Kapazitätsstufe ist laut Seagate ab morgen bei den autorisierten Vertriebspartnern erhältlich, und zwar in Form der Laufwerksserien Exos (Server), Ironwolf Pro (NAS) und Skyhawk AI (Videoaufzeichnung). Exos und Ironwolf Pro waren bereits im Sommer vergangenen Jahres mit 30 TByte Speicherplatz erschienen, die Skyhawk AI gab es zuletzt nur mit 24 TByte – also ohne HAMR-Technik.

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Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen wie üblich nahezu ausschließlich in der Firmware. Alle Laufwerke haben zehn Scheiben und 512 MByte Cache, rotieren mit 7200 Umdrehungen pro Minute; zur Leistungsaufnahme liegen lediglich Werte für die Ironwolf Pro vor. Diese soll mit 8,3 Watt im Betrieb auskommen, die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb gibt Seagate mit 6,8 Watt an. Alle Laufwerke haben Vibrationssensoren, mit deren Hilfe die Firmware die in größeren Verbünden unweigerlich auftretenden Abweichungen korrigieren kann.

Die Preise für die Laufwerke liegen bei 902 Euro für Exos und Skyhawk AI, für die Ironwolf Pro ruft Seagate sogar 917 Euro auf. Die Garantie liegt bei fünf Jahren; in den ersten drei Jahren ist eine kostenlose Datenrettung bei den Modellen Ironwolf Pro und Skyhawk AI inbegriffen. Die Erfolgsquote für diese gibt Seagate mit 95 Prozent an – ein Backup ist sicher sinnvoller.

Eine detaillierte Erklärung der HAMR-Technik finden Sie im Artikel Festplattentechnik: Wie die Hersteller immer mehr Bits in die Gehäuse quetschen. Die einzigen verbliebenen Konkurrenten Toshiba und Western Digital haben bislang noch keine Laufwerke mit HAMR-Aufzeichnung im Programm, arbeiten aber bereits seit geraumer Zeit daran. Beide setzen aktuell auf ein Festplattendesign mit elf Scheiben, Toshiba hat bereits eins mit zwölf Scheiben gezeigt. Beide nutzen jedoch mit FC-MAMR (Toshiba) respektive ePMR (Western Digital) Techniken mit Energieunterstützung.

(ll)