Speicherkrise: Framework erhöht Preise für Notebooks und Desktops

Der US-Computerhersteller Framework kündigt Preiserhöhungen an und begründet diese mit der Speicherkrise. Auch der Desktop-Rechner wird teurer.

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Framework Desktop neben Banane

Der Framework Desktop wird teuer.

(Bild: Framework)

Lesezeit: 3 Min.

Der Hersteller leicht reparierbarer und modularer Notebooks und neuerdings auch Desktops, Framework, erhöht die Preise seiner Produkte. Der Desktop-Rechner kostet nun bis zu 440 Euro mehr. Auch bei den Notebooks hat der Hersteller an der Preisschraube gedreht.

„Wir haben so lange wie möglich damit gewartet, aber heute mussten wir die Preise für unser Framework Desktop aktualisieren, um den massiven Preisanstieg für LPDDR5x seitens unserer Lieferanten auszugleichen“, begründet das Unternehmen die Preiserhöhungen. „Wie zuvor passen wir die Preise nur so weit an, dass die gestiegenen Kosten gedeckt sind.“ Als Hauptursache nennt Framework die volatilen Speicherpreise – hier trifft es die kleineren zuerst.

Laut Framework sind die Preise für 128-Gbit-Komponenten am stärksten gestiegen. Dies wirke sich besonders auf die beliebte 128-GByte-Konfiguration aus. Für 128 Gbyte werden acht 128-Gbit-Bausteine benötigt. Währenddessen konnte Framework die 32-GByte- und 64-GByte-Konfigurationen näher an den ursprünglichen Preisen halten.

Im deutschen Framework-Store können Kundinnen und Kunden einen Desktop-Rechner mit AMD Ryzen AI Max 300 Series und 32 oder 64 GByte LPDDR5x-RAM für 1299 respektive 1879 Euro kaufen. Das entspricht einer noch erträglichen Preiserhöhung von 20 Euro. Die Konfiguration mit 128 GByte beginnt bei 2769 Euro und ist damit 890 Euro teurer als die 64-GByte-Version – wohlgemerkt jeweils ohne SSD. Im Zuge der Ankündigung Anfang letzten Jahres verlangte Framework noch 2329 Euro für diese Konfiguration.

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Neben dem Arbeitsspeicher sind bei Framework auch die SSD-Preise gestiegen. Jedoch sind die Erhöhungen tendenziell weniger drastisch: Während der Hersteller für eine 1 TByte SSD um die 140 Euro verlangte, sind es nun zehn Euro mehr. Je größer der Speicher, desto größer sind indes die Preissteigerungen.

Die Erhöhungen beim Desktop waren nicht die erste Ankündigung des Unternehmens, die Preise anzuheben. Schon im Dezember sah das Unternehmen sich dazu gezwungen, die Preise des Framework Laptops DIY Edition anzupassen. Dabei hatte Framework die RAM-Preise um 50 Prozent erhöht. Framework wies im Zuge dessen darauf hin, dass das Notebook auf Wunsch auch ohne Arbeitsspeicher ausgeliefert werden könne.

Es dürfte nicht die letzte Preissteigerung Frameworks oder weiterer Hersteller sein, denn die Speicherkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Größere Unternehmen konnten den höheren Preisen bislang noch ausweichen, da sie im Vorfeld ihre Lager gefüllt hatten. Doch irgendwann sind die Speichervorräte auch verbraucht.

(afl)