Mittwoch: Metas Sparkurs bei VR-Welten, Gates-Atomkraft für Meta-KI

Strategiewechsel bei Meta + Terrapower-Reaktoren für Metas KI + Taiwans Haftbefehl für OnePlus-Chef + Kaufberatung für Premium-TVs + Bit-Rauschen zu CES-Chips

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VR-Headset mit Metaverse-Schriftzug neben 3D-Symbolen; Mittwoch: Metaverse-Bremse, KI-Atomreaktoren, OnePlus-Anklage, OLED-TV-Kaufberatung & CES-Bit-Rauschen

(Bild: PopTika/Shutterstock.com)

Lesezeit: 7 Min.

Das namensgebende Metaverse ist doch nicht die Zukunft Meta Platforms’, sodass der Konzern auf die VR-Bremse tritt. Jetzt werden nicht nur mehr als 1.000 Mitarbeiter entlassen und Investitionen in Virtual Reality zurückgefahren, sondern auch Spielestudios für VR-Titel geschlossen. Jetzt sollen KI und Wearables die Aktie antreiben. Doch Training und Nutzung von KI benötigen viel Energiee, und dafür hat Meta Platforms nun einen AKW-Lieferanten gefunden: die von Bill Gates gegründete Firma Terrapower. Diese will 2 bis 8 Reaktoren liefern. Das ist allerdings ein langfristiger Plan, denn die vergleichsweise kleinen Plutonium-Brutreaktoren mit Natriumkühlung sollen erst ab 2032 geliefert werden. Derweil wird OnePlus-Gründer Pete Lau in Taiwan polizeilich gesucht, denn er hat Software-Entwickler für seine Smartphones in einer taiwanischen Tochterfirma beschäftigt. Chinesischen Firmen ist dies aus Sicherheitsgründen untersagt, da Taiwan ansonsten einen Abfluss gut ausgebildeter und begabter Ingenieure befürchtet – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die Kündigungswelle rollt bei Reality Labs, der Metaverse-Abteilung Meta Platforms’. Diese Abteilung sollte den vormals als Facebook bekannten Datenkonzern in die Zukunft führen, zu den echten Pfründen in den virtuellen Realitäten. 100 Milliarden US-Dollar später wird jetzt umgeschichtet: Der Konzern setzt auf KI und Wearables. Über 1.000 Mitarbeiter werden bei den Reality Labs gegangen. Investitionen in virtuelle Realität (VR) werden zurückgefahren, um die Sache „nachhaltig“ zu gestalten, so der Meta-Technikchef. Zudem werden drei konzerneigene Spielestudios geschlossen, die Computerspiele in die VR gehievt haben, und die für hunderte Millionen Dollar erworbene Fitness-App Supernatural auf Lebenserhaltung umgestellt: Meta Platforms bestätigt Abkehr vom Metaverse und Spielen mit Virtual Reality.

KI spielt bei Meta Platforms dagegen weiter eine große Rolle, und der Konzern möchte den entsprechenden Strombedarf auch mit Kernkraft decken. Dazu hat es einen Projektentwickler für neue Atomkraftwerke gesucht und jetzt auch gefunden: die 2006 von Bill Gates gegründete Firma Terrapower. Sie entwickelt vergleichsweise kleine Plutonium-Brutreaktoren mit Natriumkühlung und baut seit 2024 einen solchen Small Modular Reaktor (SMR) in Wyoming. Der Fertigstellungstermin hat sich von ursprünglich 2028 auf 2030 verschoben. Bereits zwei Jahre danach soll Terrapower Meta die ersten beiden Reaktoren liefern. Meta hat eine Option auf sechs weitere, doch wie viel Geld dafür berechnet wird, ist bislang nicht bekannt: Bill Gates’ Terrapower liefert Meta Platforms Atomreaktoren.

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Staatsanwälte Taiwans haben einen Haftbefehl für OnePlus-CEO und -Gründer Pete Lau ausgestellt, da dieser illegal taiwanische Mitarbeiter in einem chinesischen Unternehmen beschäftigt haben soll. Das verstößt gegen den "Cross-Strait Act", ein taiwanisches Gesetz zum Schutz der Sicherheit der eigenen Bevölkerung vor chinesischen Einflüssen. Dazu gehört auch die Eindämmung der Rekrutierung taiwanischer Software-Entwickler durch chinesische Technologiefirmen. Unternehmen aus dem Reich der Mitte ist dies nur mit behördlicher Ausnahmegenehmigung Taiwans erlaubt. Gleichzeitig wurden zwei taiwanische Bürger angeklagt, die in der lokalen Tochterfirma als leitende Angestellte für den OnePlus-Chef gearbeitet haben: OnePlus-Chef droht Haftstrafe in Taiwan wegen Rekrutierung lokaler Ingenieure.

Dramatische Unterschiede in der Bildqualität zwischen den High-End-Modellen der verschiedenen TV-Hersteller gibt es nicht. Bei korrekter Konfiguration, insbesondere im Filmmaker-Modus, sind zwar subtile Unterschiede sichtbar, doch man muss bei aktuellen Premium-Geräten in Sachen Bild keinen Fehlgriff mehr befürchten. Auch die grundsätzliche Ausstattung der Geräte lässt wenig Wünsche offen. Das unterscheidet die teuren TVs von der großen Masse der Smart-TVs aus dem mittleren und erst recht dem unteren Preisbereich. Wie Sie aus jenen Gruppen das passende Gerät für sich finden, haben wir in unserer großen TV-Kaufberatung herausgearbeitet. Dabei werden die Merkmale herausgearbeitet, die Ihnen persönlich wichtig sind bei Premium-TVs: Welcher Hersteller den passenden Fernseher bietet.

Neue QD-OLED-Monitore zur CES 2025 (7 Bilder)

Die ursprünglich auf Unterhaltungselektronik spezialisierte CES in Las Vegas hat sich längst als IT-Jahresauftakt etabliert. In Nevada präsentieren Chiphersteller wie AMD, Intel und Nvidia schon traditionell ihre Pläne fürs jeweilige Jahr. So zeigte Intel haufenweise Notebooks mit dem lange angekündigten Core Ultra 300 „Panther Lake“, sie sollen ab Ende Januar in den USA zu haben sein. AMD-Chefin Lisa Su kündigte die Mobilprozessoren der Baureihe Ryzen AI 400 (Gorgon Point) offiziell an, sprach viel über KI-Server und brachte den Ryzen 7 9850X3D auf die Bühne. Auch eine Reihe von Notebooks mit Qualcomm Snapdragon X2 waren zu sehen, der aber wohl erst im Mai loslegt – aus guten (Windows-)Gründen. Darüber sprechen wir im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Chip-Ankündigungen auf der CES 2026.

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(fds)