KI-Update: KI-Gesundheitsassistenten und "Eden", KI-Wearable, Games Workshop

Das "KI-Update" liefert werktäglich eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.

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Inhaltsverzeichnis

OpenAI und Anthropic bieten nun KI-Chatbots als Gesundheitsassistenten an. OpenAI kündigte ChatGPT Health an, der zunächst nicht in der EU verfügbar sein wird. Anthropic startete Claude for Healthcare in den USA, der Gesundheitsdaten auswertet und Zugriff auf medizinische Datenbanken hat. Das System soll auch bei Anträgen im komplexen US-Gesundheitssystem helfen und medizinisches Personal unterstützen.

Die Risiken sind erheblich. Der Guardian berichtet, dass Google bei Fragen zur menschlichen Leber seine KI-Ăśbersichten blockiert und wieder auf Expertenwebseiten verweist. Google beobachtet die Antworten mit einem internen Team. Wie OpenAI und Anthropic Fehlinformationen und Halluzinationen bei Gesundheitsfragen verhindern wollen, bleibt unklar.

Ein internationales Forscherteam hat das KI-Modell Eden entwickelt, das Gentherapien gegen schwere Krankheiten ermöglichen soll. Das System arbeitet mit über zehn Milliarden Genen von mehr als einer Million Spezies, meist Mikroben. Die Daten stammen von Basecamp Research und waren bisher nicht öffentlich. Nvidia und Microsoft sind als Investoren beteiligt.

Eden designt Enzyme für präzise Gen-Addition beim Menschen. Anders als beim Gen-Editing werden defekte Gene durch funktionierende ergänzt. Harmlose Viren dienen als Transport. Die Forscher berichten von Erfolgen an über zehntausend krankheitsrelevanten Stellen im menschlichen Genom. In Labortests konnten Krebszellen abgetötet werden, ohne die DNA zu beschädigen. Kritiker warnen jedoch: Sicherheit und Effizienz müssen erst nachgewiesen werden, bevor die Technologie klinisch eingesetzt werden kann.

DeepSeek erreicht in Schwellenländern hohe Marktanteile. In Äthiopien liegt der Anteil bei 18 Prozent, in Simbabwe bei 17 Prozent. In Staaten unter US-Restriktionen ist der Anteil noch höher: Kuba 49 Prozent, Weißrussland 56 Prozent, Russland 43 Prozent. Microsoft-Präsident Brad Smith sieht chinesische Modelle dort im Vorteil.

Neben der Verfügbarkeit spielen vor allem Kosten eine Rolle. US-Anbieter setzen auf proprietäre Modelle mit Abonnements. Aus China kommen Open-Source-Modelle, die in Afrika mangels Kaufkraft gerne genutzt werden. Der Wettbewerb könnte sich verschärfen, wenn DeepSeek sein neues Modell vor dem chinesischen Neujahrsfest am 17. Februar veröffentlicht.

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Eine Analyse des Microsoft AI Economy Institute zeigt, dass 16,3 Prozent der Weltbevölkerung KI-Werkzeuge nutzen. Deutschland liegt mit 28,6 Prozent auf Platz 21. Die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern wächst. In Industrieländern stieg die Nutzung auf 24,7 Prozent, in Entwicklungsländern liegt sie bei 14,1 Prozent.

Die Vereinigten Arabischen Emirate fĂĽhren mit 64 Prozent, gefolgt von Singapur mit 61 Prozent und Norwegen mit 46 Prozent. Die USA fielen von Platz 23 auf Platz 24 zurĂĽck und liegen knapp hinter Deutschland.

Podcast: KI-Update
KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im "KI-Update" von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

OpenAI entwickelt ein Audio-Gerät mit dem Codenamen Sweetpea. Der KI-Assistent für das Ohr wird per natürlicher Sprache bedient. Designer Jony Ive ist beteiligt. Das Gerät besteht aus einem ovalen Metallgehäuse mit zwei kapselförmigen Teilen, die hinter dem Ohr getragen werden. Als Prozessor ist ein 2-Nanometer-Chip geplant, OpenAI favorisiert Samsung Exynos. Ein weiterer Chip soll die iPhone-Steuerung über Siri ermöglichen.

Der Marktstart ist für September geplant. Im ersten Jahr sollen 40 bis 50 Millionen Einheiten produziert werden. Foxconn übernimmt die Fertigung außerhalb Chinas. Bis 2028 soll Foxconn fünf OpenAI-Geräte fertigen, darunter auch ein Stift mit dem Codenamen Gumdrop. Mit Sweetpea tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Apples Airpods.

Google, Shopify und weitere Unternehmen haben das Universal Commerce Protocol entwickelt. Der Standard soll KI-Agenten das Online-Shopping erleichtern und die Kommunikation zwischen Agent und Händler regeln. Trotz des Namens existieren bereits mehrere ähnliche Protokolle. OpenAI hat etwa einen Instant-Checkout für ChatGPT und ein Agentic Commerce Protocol eingeführt.

Die Sicherheit bleibt fraglich. Die meisten Agenten fordern persönliche Freigabe bei Kreditkartenabfragen. Dieser Mechanismus lässt sich jedoch aushebeln. Agenten sind anfällig für Angriffe wie Prompt Injections, mit denen versteckte Anweisungen an die KI-Modelle übertragen werden.

Salesforce hat einen neuen KI-Assistenten für seinen Messenger Slack veröffentlicht. Der überarbeitete Slackbot basiert auf Claude von Anthropic, andere Modelle werden noch getestet. Der Assistent ist direkt eingebaut und kann Daten aus verschiedenen Quellen durchsuchen.

Der Bot nutzt Kontext aus Gesprächen, Dateien und Kanälen, um Fragen zu beantworten, Inhalte zu erstellen und Meetings vorzubereiten. Er respektiert Zugriffsrechte und Berechtigungen der Nutzer. Slackbot ist ab sofort verfügbar für Kunden mit Business Plus und Enterprise Plus Tarifen. Die Einführung erfolgt schrittweise bis Februar.

Games Workshop, bekannt für Warhammer-Figuren, untersagt seinen Kreativen die Nutzung von KI,. Bei Designs neuer Figuren oder Konzeptzeichnungen dürfen keine KI-Werkzeuge verwendet werden. Der CEO gab zu, kein KI-Experte zu sein. Einige Führungskräfte kennen sich mit KI aus, seien aber nicht beeindruckt. Das Unternehmen will vor allem seine Markenrechte schützen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen hat Games Workshop im vergangenen Quartal Kreative eingestellt, weil sie für die Beliebtheit der Marke unverzichtbar seien. Die Geschäfte laufen gut. Das Unternehmen gehört zu den 100 umsatzstärksten Firmen in Großbritannien.

(mali)