Die Null im Blick: In Rom gilt nun Tempo 30 für das gesamte Stadtzentrum

Menschenfreundlicher und lebenswerter: Die italienische Hauptstadt Rom will mit einem Tempolimit 30 für das Stadtzentrum den Verkehr sicherer machen.

vorlesen Druckansicht 71 Kommentare lesen
Straße beim Teatro di Marcello

(Bild: Marie-Claire Koch / heise medien)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa
Inhaltsverzeichnis

Im Stadtzentrum von Rom darf ab dem heutigen Donnerstag nur noch maximal mit 30 km/h gefahren werden. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt vor allem im historischen Herzen der italienischen Hauptstadt, aber auch auf einigen breiteren Verkehrsadern entlang des Stadtkerns. Bisher galt die Begrenzung auf etwas weniger als der Hälfte der Straßen im Zentrum.

Hauptziel der Maßnahme ist die Reduzierung von Verkehrsunfällen und Senkung der Zahl der Verkehrstoten auf Null. Verkehrsdezernent Eugenio Patanè sagte, verschiedene Studien hätten gezeigt, dass die Senkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer die Gefährlichkeit und die Schwere von Unfällen verringere. „Es ist daher keine ideologische Entscheidung“, erklärte Patanè.

Außerdem habe sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Fußgänger – wahrscheinlich auch durch den Ansturm von Touristen, die die Stadt zu Fuß erkunden – erhöht, was neue Konzepte erfordere. „Wir haben die Pflicht, den Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem stärkeren Verkehrsteilnehmer und dem verletzlicheren zu verringern. So senken wir das Todesrisiko“, sagte er.

Die Ewige Stadt steht nach einem Bericht des Portals „Roma Today“ auf Platz 17 der weltweit verkehrsreichsten Städte. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sind die Straßen in vielen Gegenden überfüllt. Rund 76 Stunden verbrachten Römer im vergangenen Jahr durchschnittlich im Stau, hieß es laut „Roma Today“ in einer Studie.

Videos by heise

Bologna war die erste italienische Großstadt, in der seit 2024 auf den städtischen Straßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gilt. Ausgenommen davon sind die Schnellstraßen in der Stadt in der Emilia Romagna. Die Bilanz aus dem ersten Jahr mit der Regelung zeigt: Kein einziger Fußgänger starb im Jahr 2024 auf den Straßen Bolognas.

(fpi)