Weltmarktführer: Chiphersteller TSMC geht es weiter prächtig

Der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC wächst unaufhörlich weiter. Die Zahlen zeigen auch, dass die Preise für Chips steigen.

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Nahaufnahme eines Wafers mit belichteten Chips

(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Zum ersten Mal in der Firmengeschichte setzt die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) mehr als eine Billion Taiwan-Dollar um. 1,046 Billionen stehen im Geschäftsbericht zum vierten Quartal 2025, in US-Dollar gerechnet sind das 33,7 Milliarden. Fast die Hälfte bleibt als Nettogewinn übrig: 16,3 Milliarden US-Dollar.

Das Umsatzwachstum unterscheidet sich aufgrund von Kursentwicklungen zwischen den Währungen. In US-Dollar sind es +25,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und +1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In Taiwan-Dollar nennt TSMC +20,5 beziehungsweise +5,7 Prozent.

Der Geschäftsbericht zeigt abermals, dass TSMC mehr Geld pro hergestellten Chip verdient. Der Nettogewinn steigt stärker als der Umsatz. In US-Dollar sind es binnen dreier Monate +8 Prozent, in Taiwan-Dollar +11,8 Prozent. Gleichzeitig steigt die Bruttomarge auf 62,3 Prozent; die Betriebsmarge auf 54 Prozent.

Das Plus kommt maßgeblich von KI-Beschleunigern, etwa von AMD und Nvidia. Sie treiben das Wachstum in der Sparte High-Performance Computing (HPC) an, zu dem TSMC alle Prozessoren, Grafikchips und andere Beschleuniger ab der Notebook-Klasse zählt. HPC wächst im Jahresvergleich um 48 Prozent auf einen Umsatzanteil von 58 Prozent.

TSMCs Umsatz aufgeschlüsselt (4 Bilder)

(Bild:

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.

)

Die 5-Nanometer-Generation bleibt TSMCs umsatzstärkste Fertigungsklasse. Dazu zählen auch Chips mit verbesserter N4-Technik, die etwa Nvidia bis heute für seine KI-Beschleuniger verwendet. Aktuell liegt der 5-nm-Anteil bei 35 Prozent. Der 3-nm-Anteil wächst auf 28 Prozent, maßgeblich durch Apple, Intel, Qualcomm und Mediatek als mutmaßlich größte Abnehmer.

Die Serienproduktion mit 2-nm-Strukturen fährt TSMC derzeit hoch, allerdings taucht sie in dem Geschäftsbericht noch nicht auf. Ein großer Abnehmer wird da AMD mit Epyc-Prozessoren und Instinct-Beschleunigern.

Aus den Zahlen lässt sich errechnen, dass TSMC rund 85 Prozent seines Umsatzes mit der Herstellung von Chips verdient. Der Rest kommt hauptsächlich durch das sogenannte Advanced Packaging zustande, bei dem mehrere Chips auf einen gemeinsamen Träger kommen.

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Im angelaufenen ersten Quartal 2026 erwartet TSMC 34,6 Milliarden bis 35,8 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die Bruttomarge soll auf 63 bis 65 Prozent steigen. Die Börse reagiert positiv auf den Geschäftsbericht: Die Aktie ist seit der Bekanntgabe um mehr als fünf Prozent gestiegen.

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