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Mastering Observability 2026: Weniger Daten sammeln, mehr verstehen

Die dritte Ausgabe der Observability-Konferenz von heise rückt am 16. April 2026 proaktives Reliability Engineering sowie den Einsatz von KI in den Mittelpunkt.

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Mastering Observability 2026 Logo und Titel

(Bild: ArtemisDiana/shutterstock.com)

Lesezeit: 4 Min.
Inhaltsverzeichnis

Die Online-Konferenz Mastering Observability geht 2026 bereits in die dritte Runde und rückt dabei einen grundlegenden Wandel in den Fokus: weg vom angstgetriebenen Datensammeln, hin zu zielgerichteter Telemetrie. Am 16. April 2026 gehen bei der von iX und dpunkt.verlag organisierten Veranstaltung erfahrene Expertinnen und Experten der Frage nach, wie Engineering-Teams komplexe Softwarelandschaften zuverlässig betreiben können – ohne in Terabyte an Logs, Metriken und Traces zu ertrinken.

Viele moderne Organisationen sammeln riesige Mengen an Telemetriedaten, verstehen dennoch aber oft nicht besser, warum ihre Systeme versagen. Severin Neumann, Head of Community & Developer Relations bei Causely und Mitglied des OpenTelemetry Governance Committees, und Juraci Paixão Kröhling, Co-Founder und CEO von OllyGarden sowie Mitglied des OpenTelemetry Governance Committees, widmen sich in ihrem Eröffnungsvortrag dieser Problematik.

Dabei stellen sie ein systematisches Engineering-Framework vor, das den Ansatz umkehrt: Statt nach dem Motto „erst alles erfassen, später entscheiden" zu arbeiten, soll der Fokus auf dem liegen, was tatsächlich zählt: der Fähigkeit von Nutzerinnen und Nutzern, ihre Ziele zuverlässig zu erreichen.

Beide erläutern, warum Traces das Fundament bilden sollten, wie Metriken sinnvoll eingesetzt werden und wann Logs zu belastbaren Hinweisen statt zu Rauschen werden. Das Ziel: weniger Daten, schnellere Problemlösung und die Fähigkeit, kausal über verteilte Systeme nachzudenken.

Einem rasant voranschreitenden Paradigmenwechsel in der Softwarelandschaft – ausgelöst durch Agentic AI – geht Mario-Leander Reimer, Managing Director und CTO bei QAware, in seinem Talk nach. Während Microservices deterministisch arbeiten, agieren AI Agents autonom, probabilistisch und oft unvorhersehbar. Für Platform Engineers und DevOps-Teams stellt dies eine große Herausforderung dar: Wie überwacht man einen Service, dessen Antwort bei jedem Aufruf variieren kann? Wie debuggt man eine Halluzination oder eine Endlosschleife in der Entscheidungsfindung?

Reimer will in seinem Vortrag darlegen, warum klassische „Golden Signals" wie Latency, Traffic und Errors für AI Agents nicht ausreichen und wie sie erweitert werden müssen. Der Ansatz: Agents als die neuen Microservices betrachten und OpenTelemetry nutzen, um Einblick in die Black Box der Large Language Models (LLMs) zu erhalten.

Aus der Perspektive von Platform Engineers beleuchtet Kasper Borg Nissen, Developer Advocate bei Dash0 und CNCF Ambassador, in seinem englischsprachigen Vortrag schließlich den Weg hin zu Self-Service Observability. Er will zeigen, wie Teams den OpenTelemetry Collector deployen und konfigurieren, um zentrale und skalierbare Telemetrie-Pipelines bereitzustellen. Den Fokus legt er darauf, entwicklerfreundliche Auto-Instrumentierung bis hin zu reibungsloser Self-Service-Observability zu schaffen.

Weitere Themen im Programm der Mastering Observability

  • From Diagnosis to Action: Building AI Agents That Fix Problems – Sophia Solomon
  • AI für SRE richtig einsetzen: Von klassischer Automation bis LLMs – Severin Neumann
  • The Hidden Cost of Bad Telemetry: Finding and Fixing What's Hurting Your Observability – Juraci Paixão Kröhling

Mit der Freigabe des Konferenzprogramms können sich Interessierte ab sofort für die Mastering Observability anmelden – das Ticket kostet bis 18. März 2026 zum Frühbucherpreis 249 Euro, danach dann 299 Euro (alle Preise zzgl. MwSt.). Gruppen ab drei Personen erhalten im Ticketshop darüber hinaus automatisch mindestens 10 Prozent Rabatt.

Die Mastering Observability richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, Ops-Fachleute, DevOps- und Plattform-Teams. Wer über den Fortgang der Konferenz Mastering Observability auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich auf der Website für den Newsletter registrieren oder den Veranstaltern auf LinkedIn folgen – der aktuelle Hashtag lautet #masteringobs.

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