OpenAI: Erstes Hardwareprodukt „auf Kurs“
OpenAI hat ein kleines Statusupdate zu seinem ersten Hardwareprodukt gegeben. Man sei „auf Kurs“. Zudem kursieren Gerüchte über ein Audio-First-Gerät.
(Bild: Thrive Studios / Shutterstock.com)
Das erste eigene Hardwareprodukt von OpenAI ist „auf Kurs“, bekräftigte Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer, am Montag gegenüber Axios. Unklar ist derweil immer noch, was das Unternehmen zusammen mit Jony Ive konkret in der Mache hat. Mutmaßliche Leaks gehen von einer Art KI-Gadget fürs Ohr aus.
Grober Zeitrahmen
CEO Sam Altman hat seit der Ankündigung der Übernahme von „io“ des ehemaligen Apple-Designchefs Jony Ive im Mai letzten Jahres ein KI-Produkt angedeutet. Dabei nannte er weder einen konkreten Zeitplan noch eine Beschreibung dessen, wie das KI-Gadget aussehen oder was es können soll.
Ives Unternehmen, damals bekannt als io, jetzt io Products, hatte eine Vorstellung im Jahr 2026 angedeutet. „Wir freuen uns darauf, Ihnen unsere Arbeit im nächsten Jahr vorzustellen“, hieß es in einem Werbespot, der zur Ankündigung der Übernahme im Mai veröffentlicht wurde.
Bei der Ankündigung während des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, machte Chris Lehane keine näheren Angaben dazu, worum es sich bei dem KI-Gadget handelt und wie es funktionieren soll. Zudem heißt es laut Axios, dass es sich um den „wahrscheinlichsten“ Zeitplan für die Veröffentlichung handelt. Man müsse aber „abwarten, wie sich die Dinge entwickeln“.
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„Ruhiger als ein Smartphone“
Seitens OpenAI gibt es wenige klare Details zu dem Produkt. OpenAI-CEO Sam Altman und Design-Legende Jony Ive sagten im Zuge einer Veranstaltung im November 2025, die Grundfrage bei der Entwicklung sei gewesen, wie es wäre, ein Gerät zu haben, „das alles weiß, was Du jemals gedacht, gelesen und gesagt hast“. Zudem hieß es: Das Design sei dann richtig, wenn man das Gerät „ablecken oder anbeißen“ wolle. Das sei bei den Prototypen bereits so, heißt es. Angestrebt sei eine Hardware, die „fast naiv in ihrer Einfachheit und dem Gefühl, das sie vermittelt“, sagte Ive im November. Ferner sagte Altman, das Gerät werde „ruhiger“ als ein Smartphone sein und die Nutzer von seiner Einfachheit überrascht sein würden.
Auch wenn von offizieller Seite keine konkreten Informationen kommuniziert werden, will der Lieferketten-Leaker namens Smart Pikachu interessante Details herausgefunden haben: Demzufolge könnte es sich bei dem OpenAI-Gadget um ein Gerät mit dem Codenamen „Sweetpea“ handeln, das beim Auftragsfertiger Foxconn hergestellt wird. Den Informationen des Leakers zufolge handelt es sich um ein „spezielles Audioprodukt“, das einem Paar Ohrhörern ähnelt. Dieses Ohrhörer-ähnliche Produkt soll indes nicht wie AirPods und Co. im, sondern hinter dem Ohr getragen werden. Die zwei pillenförmigen Geräte können bei Nichtgebrauch in einem eiförmigen Etui aufbewahrt werden.
Audio first
Dass es sich um ein Audioprodukt handeln dürfte, an dem OpenAI bastelt, deckt sich zudem mit einem Bericht von The Information: Denn in den vergangenen zwei Monaten soll das interne Team bei OpenAI, das sich um Audio-Funktionen und Modelle kümmert, ausgebaut worden sein.
Glaubt man dem Leaker, so sei Foxconn damit von OpenAI angewiesen worden, sich bis zum vierten Quartal 2028 auf insgesamt fünf Geräte vorzubereiten. Unter anderem ist von einem Gerät für den Heimgebrauch und einem Stift mit KI die Rede.
(afl)