Gartner: Firmen erwarten keinen sofortigen Nutzen von lokalen KI-Fähigkeiten
Unternehmen rüsten laut Marktforscher PCs auf, um zukunftssicher zu sein. Einen unmittelbaren Nutzen erwarten sie nicht unbedingt.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
Der Markt für Desktop-PCs und Notebooks ist 2025 erheblich gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktforscher Gartner und untermauert damit die vorherigen Beobachtungen von IDC. Während sich die absoluten Zahlen aufgrund unterschiedlicher Zählweisen etwas unterscheiden, sind die relativen Zuwächse ähnlich. Gartner zählt in seiner Statistik alle Desktop-PCs und Notebooks mit Windows, macOS sowie ChromeOS.
Gartner schätzt die Verkäufe auf 270 Millionen Geräte im gesamten Jahr 2025, ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber 2024. Im vierten Quartal waren es demnach 71,5 Millionen, +9,3 Prozent verglichen mit dem vierten Quartal 2024. Zuletzt beobachtete Gartner allerdings einen Rückgang, trotz Rabattaktionen der Hersteller.
| PC- und Notebookverkäufe 2025 (in Millionen Einheiten, Quelle: Gartner) | |||||
| Hersteller | Verkäufe 2025 | Marktanteil 2025 | Verkäufe 2024 | Marktanteil 2024 | Wachstum |
| Lenovo | 73,567 | 27,2% | 62,542 | 25,3% | 17,6% |
| HP Inc. | 57,457 | 21,3% | 53,035 | 21,4% | 8,3% |
| Dell | 41,392 | 15,3% | 39,448 | 15,9% | 4,9% |
| Apple | 24,826 | 9,2% | 22,504 | 9,1% | 10,3% |
| ASUS | 18,512 | 6,9% | 17,351 | 7,0% | 6,7% |
| Acer | 16,963 | 6,3% | 16,927 | 6,8% | 0,2% |
| Andere | 37,501 | 13,9% | 35,839 | 14,5% | 4,6% |
| Gesamt | 270,218 | 100% | 247,646 | 100% | 9,1% |
Windows-10-Support, Zölle und KI
Für das Wachstum nennt der Marktforscher maßgeblich drei Gründe: der auslaufende Windows-10-Support, einhergehend mit hohen Kosten für erweiterte Security-Updates, Unsicherheit vor möglichen Zöllen sowie steigende Speicherpreise. Unternehmen sollen deswegen verstärkt aufgerüstet haben.
Künstliche Intelligenz spielt offenbar nur eine untergeordnete Rolle. „Die meisten KI-PC-Funktionen, wie lokale Inferenz, [haben] im Vergleich zu cloudbasierten KI-Lösungen noch keine signifikanten Produktivitätssteigerungen gebracht“, merkt Gartner an. „Daher führen viele Unternehmen Upgrades in erster Linie durch, um ihre Flotten zukunftssicher zu machen, und nicht, um einen unmittelbaren geschäftlichen Nutzen aus den KI-Fähigkeiten zu ziehen.“
Die Speicherkrise erwähnt der Marktbeobachter nur am Rande. IDC zeigte sich da in seinem Bericht alarmierter mit wahrscheinlichen Verkaufsrückgängen im Jahr 2026.
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(mma)