Adobe Acrobat Studio: KI-Werkzeuge für PDFs, Präsentationen und Podcasts
Adobe ergänzt die PDF-Software Acrobat um KI-Funktionen, die Dokumente in Präsentationen oder Audiodateien umwandeln, und ein Tool zur Online-Zusammenarbeit.
Über das kostenpflichtige Acrobat Studio soll die PDF-Software künftig Präsentationen generieren können.
(Bild: Adobe)
Adobe hat die PDF-Software Acrobat um neue KI-Werkzeuge unter dem Namen Acrobat Studio ergänzt. Sie sind Bestandteil eines kostenpflichtigen Abonnements und zunächst nur mit englischer Oberfläche verfügbar. Unterstützung für weitere Sprachen ist geplant. Nach Angaben des Herstellers laufen die KI-Funktionen innerhalb der bestehenden Sicherheits- und Datenschutzmechanismen der Document Cloud. Derzeit bietet Adobe Acrobat Studio ab rund 25 US-Dollar pro Monat für Einzelnutzer an.
Vom PDF-Dokument zur Präsentation
Eines der neuen Werkzeuge generiert aus dem Inhalt eines Dokuments eine Präsentation. Die Software analysiert die Struktur des Dokuments, erkennt Überschriften, Absätze, Listen und Tabellen und erstellt daraus eine Gliederung. Auf dieser Grundlage erzeugt Acrobat Folieninhalte und ordnet sie thematisch.
Für das Layout und die Überarbeitung bindet Acrobat die Gestaltungswerkzeuge von Adobe Express ein. Vorlagen lassen sich damit auswählen und anpassen, Texte und Medien ändern oder ergänzen. Die Werkzeuge sind in die Acrobat-Oberfläche integriert, Präsentationen können gemeinsam bearbeitet und an Vorgaben von Unternehmen angepasst werden.
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PDF-Dokumente per Texteingabe bearbeiten
Über einen KI-Chatbot sollen sich PDF-Dokumente mithilfe natürlich formulierter Texteingaben bearbeiten lassen. Nutzer suchen und ersetzen Inhalte künftig auf diese Weise, entfernen Text oder Bilder, passen Seiten an oder verwalten Kommentare. Auch elektronische Unterschriften und Kennwörter können hinzugefügt werden.
Die KI greift dabei auf den vollständigen Dokumentinhalt zu, einschließlich Metadaten, Formularfeldern und Kommentaren. Sie übersetzt Texteingaben in konkrete Bearbeitungsschritte und schlägt Aktionen vor, die man vor der Ausführung bestätigen muss. Ein Hilfefenster erklärt die einzelnen Schritte im Arbeitskontext.
(Bild: Adobe)
Dokumente als Audio-Zusammenfassung
Eine weitere Neuerung wandelt umfangreiche Texte in Audio-Zusammenfassungen in Form einer Art Podcast um. Dafür zerlegt das Werkzeug Dokumente in thematische Abschnitte, verdichtet den Inhalt und erzeugt daraus gesprochene Zusammenfassungen. Die Audioausgabe kann Acrobat selbst abspielen. Sie soll sich etwa zur Vorbereitung auf Besprechungen oder zum Lernen unterwegs nutzen lassen.
Adobe nennt keine Details zu den eingesetzten Sprachmodellen oder zu Einstellmöglichkeiten für Tonfall und Länge der Audios, kündigt jedoch Anpassungsoptionen an.
(Bild: Adobe)
Zusammenarbeit in „PDF Spaces“
Mit sogenannten „PDF Spaces“ führt Adobe gemeinsame Arbeitsbereiche ein. Sie dienen als projektbezogene Container für Dateien, Verweise und Anmerkungen. Teams können dort Materialien sammeln, Kommentare hinterlassen und Feedback bündeln.
Änderungen synchronisiert Acrobat für alle Beteiligten. Zugriffsrechte lassen sich für definierte Rollen vergeben, etwa für Lesen, Kommentieren oder Bearbeiten.
(akr)