Isar Aerospace verschiebt zweiten Start der Spectrum-Rakete
Ein technisches Problem hat den zweiten Start der Spectrum-Rakete von Isar Aerospace verhindert. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.
Rakete Spectrum auf der Startrampe im Januar 2026
(Bild: Isar Aerospace)
Wegen eines technischen Problems hat Isar Aerospace den Start seiner Rakete Spectrum abgesagt. Einen neuen Termin will das deutsche Raumfahrtunternehmen in KĂĽrze bekannt geben.
„Wir brechen den heutigen Startversuch ab, um ein Problem mit einem Druckventil zu beheben“, teilte das Unternehmen über den Kurznachrichtendienst X mit. Die Mission werde auf ein neues Startfenster verschoben.
Die Spectrum soll am Startplatz Andøya Space in Norwegen abheben. Das Fenster sollte sich gegen 21 Uhr am 21. Januar öffnen. Einige Stunden vorher sagte Isar Aerospace den Start jedoch ab.
FĂĽnf Cubesats und ein Experiment fliegen mit
Die Mission „Onward and Upward“ ist der zweite Start der Spectrum-Rakete. Ziel der Mission sei, die wichtigen Systeme der Trägerrakete unter Betriebsbedingungen zu validieren, teilte das Unternehmen mit. Bei dem Flug soll Spectrum als Nutzlast fünf Cubesats sowie ein Experiment mitnehmen.
Erstmals flog die Spectrum Ende März vergangenen Jahres. Der Flug dauerte nur etwa 30 Sekunden. Dennoch wertete ihn das Ottobrunner Unternehmen als Erfolg: „Wir hatten einen sauberen Start, 30 Sekunden Flugzeit und konnten sogar unser Flugabbruchsystem validieren“, sagte Daniel Metzler, Chef und einer der Gründer von Isar Aerospace, damals.
Die nächsten fünf Raketen sind bereits im Bau. Zudem will das Unternehmen in diesem Jahr eine neue, 40.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in der Nähe von München eröffnen.
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Isar Aerospace ist eine AusgrĂĽndung der TU MĂĽnchen und eines von drei deutschen Unternehmen, die eigene Raketen entwickeln. Die anderen sind die Rocket Factory Augsburg (RFA), eine Tochter des Satellitenherstellers OHB, und Hyimpulse Technologies, eine AusgrĂĽndung des Deutschen Zentrums fĂĽr Luft- und Raumfahrt (DLR).
(wpl)