Cowboy Bikes: Letzter Gründer ist raus – neue Doppelspitze übernimmt

Das belgische E-Bike-Startup Cowboy steht unter neuer Führung. Der letzte Mitgründer hat seine Position als CTO verlassen.

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Mann fährt auf einem Cowboy Bike

Cowboy steht nun unter neuer Führung.

(Bild: Cowboy)

Lesezeit: 3 Min.

Das belgische E-Bike-Startup Cowboy steht unter neuer Führung. Der letzte im Unternehmen verbliebene Mitgründer des Unternehmens hat seine Position als CTO verlassen.

Cowboy wurde im Dezember 2025 zum Großteil von der französischen Rebirth Group übernommen. Im Zuge dessen hatte der CEO und Mitgründer, Adrien Roose, seinen Hut genommen. Nun hat auch der letzte Mitgründer, Tanguy Goretti, bislang CTO, seinen Rückzug aus der Leitung des Unternehmens bekannt gegeben. Jetzt übernehmen zwei andere Manager in enger Zusammenarbeit mit der Rebirth Group.

Laut der Ankündigung bleibe Goretti dem Unternehmen in einer Berater- und Vorstandsposition erhalten. In dieser Funktion werde er direkt „mit den Produkt- und Marketingteams zusammenarbeiten, um die langfristige Vision, die Produkt-Roadmap und die Marken-DNA des Unternehmens zu unterstützen“, heißt es.

Goretti hatte seit der Gründung die Entwicklung der Produkte und Technologien des Unternehmens geleitet und eine vollständig integrierte Hardware- und Softwareplattform für die vernetzten Fahrräder von Cowboy aufgebaut.

Unter neuer Mehrheitsbeteiligung der Rebirth Group wird es bei Cowboy offenbar weder CEO noch CTO als Position im Unternehmen geben. Stattdessen übernehmen Kjell Fastré und Oliver Barleben Geschäftsführer-Positionen. Fastré kam erst im Juni 2025 zu Cowboy. Er leitete laut Cowboy die operativen Aktivitäten des Unternehmens während der Phase des Geschäftsabschlusses. Künftig werde er sich auf den Vertrieb und den Kundendienst konzentrieren.

Oliver Barleben stieß 2022 zu Cowboy und bekleidet derzeit die Rolle des „Chief Supply Chain Officers“. Bei Cowboy habe er „eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung und Stärkung der Lieferkette und Fertigung gespielt“. Auch in seiner neuen Geschäftsführerposition soll er die Lieferkette und Fertigung überwachen, „um so schnell wie möglich wieder Lieferfähigkeit herzustellen. Ferner wird er die Bereiche Finanzen und Technik leiten“, so Cowboy.

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„Dieser Übergang spiegelt das nächste Kapitel für Cowboy wider“, sagte Tanguy Goretti. „Da Kjell und Oliver bereits wichtige Bereiche des Unternehmens leiten, ist das Unternehmen gut positioniert, um sich auf die Planumsetzung, Stabilität und langfristiges Wachstum zu konzentrieren“, ist Goretti überzeugt.

Die unmittelbaren Hauptaufgaben des neuen Führungsteams fokussieren auf die Bereiche Aufgabenumsetzung und Auslieferung. Cowboy will seinen bestehenden Auftragsbestand für Fahrräder und Ersatzteile bis Ende Februar erfüllen. Zudem sollen die Lieferzeiten „wieder auf ein normales Niveau“ gebracht werden und das laufende Rückrufprogramm für das Cowboy 4 ST fortsetzen. Letzteres werde in den kommenden Wochen auf Dänemark und Deutschland ausgeweitet. Nähere Details zum Programm hat Cowboy nicht genannt.

Für Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens dürfte unter dem neuen Besitzer tendenziell wieder mehr Ruhe und Verlässlichkeit einkehren, nachdem in den vergangenen Monaten Ungewissheit über die Zukunft geherrscht hatte.

(afl)