AMD soll Intels Panther-Lake-GPU wenig entgegenzusetzen haben
Mainstream-Prozessoren von AMD sollen über Jahre hinweg kein großes GPU-Upgrade erhalten. Intel könnte ab 2028 Nvidia-GPUs integrieren.
(Bild: AMD)
AMD will offenbar noch eine ganze Weile an seiner aktuellen Grafikarchitektur RDNA 3.5 für Kombiprozessoren festhalten. Mehreren Leaks zufolge soll RDNA 3.5 noch bis mindestens 2029 in verschiedenen Leistungsklassen zum Einsatz kommen, etwa bei Prozessoren für Mainstream-Notebooks.
Das geht aus einer Roadmap hervor, die „金猪升级包“ erstellt und auf Weibo geteilt hat. Er verbreitet schon seit Jahren immer wieder korrekte Vorabinformationen. Die beiden oft korrekten X-Accounts „@9550pro“ und „@Kepler_L2“ stimmen ein.
Demnach will AMD nur in Premiummodellen auf RDNA 5 wechseln. Auch bei Ryzen-Prozessoren für Gaming-Notebooks könnte die angestaubte RDNA-3.5-Architektur noch jahrelang erhalten bleiben, da Hersteller die CPUs dort ohnehin mit schnelleren, eigenständigen Grafikchips kombinieren. Erst 2029 sollen Modelle mit neuerer Grafikarchitektur erscheinen.
(Bild: 金猪升级包)
Jetzt schon nicht mehr aktuell
Die erste 3er-Version RDNA 3 führte AMD mit der Ryzen-7000-Serie im Jahr 2023 ein. Sie folgte in den Neuauflagen Ryzen 8000 und Ryzen 200. Der erste echte Nachfolger Ryzen AI 300 erschien 2024 mit RDNA 3.5. Dieser Architektur-Zwischenschritt brachte primär Notebook-spezifische Effizienzverbesserungen, auf die AMD in Zusammenarbeit mit Samsung gekommen sein soll. Samsung verwendet RDNA-Architekturen in seinen Exynos-Smartphone-Prozessoren, wo Effizienz die wichtigste Metrik ist.
Für das Jahr 2026 hat AMD nur den Prozessor-Refresh Ryzen AI 400 (Gorgon Point) in petto. 2027 soll der echte Nachfolger Ryzen AI 500 alias Medusa Point erscheinen, erneut mit RDNA-3.5-Architektur. Bei dessen Nachfolger ist ebenfalls kein Sprung auf RDNA 4 oder 5 zu erwarten.
Eventuell setzt AMD RDNA 3.5 auch wegen Flächenoptimierungen so lange ein. Vor dem Sprung auf RDNA setzte die Firma jahrelang auf Vega-GPUs, von Ryzen 2000 bis Ryzen 5000 sowie weiteren Neuauflagen danach.
Die meisten Notebooks müssten nach aktuellem Kenntnisstand bis auf Weiteres auf AMDs aktuellen KI-Upscaler FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4) verzichten. Aus produktpolitischen Gründen gibt die Firma den bislang nur für RDNA 4 frei, also für Desktop-Grafikkarten der Serie Radeon RX 9000. Dabei wäre ein KI-Upscaler vor allem bei Notebooks ohne starken Grafikchip für gelegentliche Spielerunden spannend.
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Intel holt auf
Intel macht derweil besonders bei Grafik Druck – früher noch eine Schwachstelle des Herstellers. Die neuen Core Ultra 300 alias Panther Lake verwenden die stärkste integrierte GPU unter allen Mobilprozessoren, abseits von AMDs Spezialprozessor Ryzen AI Max 300 (Strix Halo) und Apples Prozessor-Topmodellen.
Ab 2028 sollen zudem die ersten Intel-Prozessoren mit GeForce-RTX-GPU erscheinen. Laut inoffizieller Roadmap teilt Intel sein Portfolio in Modelle mit einer Xe-GPU und Nvidia-Technik auf. Details zur Umsetzung sind bislang unbekannt.
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(mma)