Strategiespiel: DLCs für „Crusader Kings 3“ jetzt im Abo ab 10 Euro
Spotify, Netflix, „Crusader Kings 3“: Die DLC-Pakete für das Strategiespiel kann man nun auch im Abo erwerben. Wer das geschickt nutzt, spart ordentlich Geld.
(Bild: Paradox Interactive)
Paradox Interactive bietet die Zusatzinhalte für das Grand-Strategy-Spiel „Crusader Kings 3“ jetzt auch als Abonnement an: Für 10 Euro im Monat kann man das Spiel einen Monat lang mit allen Zusatzpaketen spielen. Voraussetzung ist, dass man das Hauptspiel bereits bei Steam besitzt. Auf anderen Systemen und Plattformen wird das DLC-Abo derzeit nicht angeboten, weil nur Steam überhaupt Abo-Abrechnungen unterstützt.
Im DLC-Abo sind alle bisher veröffentlichten Zusatzinhalte für das Strategiespiel enthalten, das 2020 in den Handel kam. Wer die noch verfügbaren DLCs einzeln kauft, zahlt derzeit 260 Euro. Dabei fehlen aber noch ein paar Pakete, die nicht mehr separat angeboten werden, im Abonnement aber enthalten sind. In jedem Fall muss das Hauptspiel separat gekauft werden – es kostet regulär 50 Euro, wird aber regelmäßig für 15 Euro im Rabatt angeboten.
Für wen lohnt sich das DLC-Abo?
DLC-Abos sind in der Gaming-Community umstritten. Viele lehnen sie grundsätzlich ab, weil sie ihre Inhalte lieber besitzen – sofern das auf modernen Plattformen wie Steam, die lediglich Nutzungslizenzen verkaufen, überhaupt möglich ist. Zudem befürchten einige, dass die Existenz eines DLC-Abos die Preise für den DLC-Kauf nach oben treiben könnte.
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Auf der anderen Seite ermöglichen DLC-Abos Neueinsteigern einen einfacheren Zugang zum Spiel. Anstatt stundenlange DLC-Recherche zu betreiben und mehrere hundert Euro für die Zusatzpakete auf den Tisch zu legen, können sie einfach das Abo abschließen und müssen sich um den Rest keine Sorgen machen.
Gerade, wer nur sporadisch spielt, fährt mit dem DLC-Abo außerdem deutlich günstiger als mit dem Kauf der einzelnen Pakete – vorausgesetzt, man bestellt das Abo rechtzeitig wieder ab. Denn das Abo erneuert sich automatisch und „Crusader Kings 3“ ist kein Spiel, das man „durchspielen“ kann. Man muss für sich selbst entscheiden, wann man genug gesehen hat und bis zum nächsten Spieldurchlauf eine Pause einlegen will.
Günstiger für längere Spielzeit
Wer sich länger als einen Monat festlegt, kann beim DLC-Abo von „Crusader Kings 3“ etwas Geld sparen: Für 20 Euro kann man drei Monate spielen, 30 Euro verschaffen sogar ein halbes Jahr Zugang zu allen Zusatzinhalten. Selbst wer das teuerste Abonnement wählt, fährt also über zwei Jahre Abo günstiger als mit dem Kauf einzelner DLC-Pakete. Aber: Für Gamer, die schon einige DLCs besitzen, ist die Rechnung freilich komplizierter. Und die Rechnung unterschlägt, dass zumindest die älteren DLC-Pakete gelegentlich auch rabattiert angeboten werden.
Das DLC-Abo für „Crusader Kings 3“ könnte im Laufe der Zeit an Wert gewinnen, wenn weitere DLCs veröffentlicht werden. Paradox versorgt seine Spiele oft jahrelang mit neuen Inhalten. Es kann aber auch passieren, dass durch zusätzliche DLC-Releases der Preis des DLC-Abos steigt.
DLC-Abos nicht komplett neu
Abonnements für DLCs sind in der Spielebranche ungewöhnlich, aber nicht komplett neu: Paradox selbst hat ein solches DLC-Abonnement schon bei „Europa Universalis 4“ und „Hearts of Iron 4“ im Angebot, aber auch bei Spielen anderer Hersteller wie „Planet Coaster“ von Frontier oder „Payday 2“ von Starbreeze kann man die DLCs im Abo erwerben.
„Crusader Kings 3“ ist ein mittelalterliches Strategiespiel mit Rollenspielelementen, bei dem man anstelle eines Reichs eine Person steuert. Das kann ein Baron, ein Graf oder ein König sein, mit den DLCs sind aber auch landlose Personen steuerbar. Spieler knüpfen Freundschaften, manipulieren Feinde, werben um Partner, gehen auf Jagd, führen Krieg und ziehen ihren Nachwuchs groß – immerhin wird der zur nächsten Spielfigur, wenn die bisherige stirbt. Auf Steam empfehlen das Spiel 90 Prozent von über 90.000 Rezensenten. Viele von ihnen haben Hunderte Stunden in „Crusader Kings 3“ investiert.
(dahe)