Amazon streicht weitere 16.000 Jobs

Mit dem zweiten großen Stellenabbau innerhalb von wenigen Monaten streicht Amazon insgesamt 30.000 Arbeitsplätze. Betroffen sind vor allem Bürojobs.

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Amazon-Gebäude

(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der US-Riese Amazon plant weitere 16.000 Arbeitsplätze abzubauen. Das teilte Personalchefin Beth Galetti in einer Nachricht an alle Angestellten mit, die der Konzern am Mittwoch veröffentlicht hat. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Amazon bereits 14.000 Jobs gestrichen.

Amazon will seine Strukturen verschlanken und verstärkt mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Das Ziel sei, Management-Ebenen und interne Bürokratie zu reduzieren, betont Galetti. Das dürfte hauptsächlich Verwaltungsjobs in verschiedenen Konzernbereichen wie AWS, Prime Video und Handel betreffen.

Schon im Oktober war davon die Rede, dass insgesamt rund 30.000 Arbeitsplätze betroffen sein dürften. Das ist nur ein kleiner Teil der insgesamt über 1,5 Millionen Beschäftigten bei Amazon, wovon der Großteil im Versand und den großen Auslieferungslagern arbeitet. Es entspricht etwa zehn Prozent der Bürojobs.

Parallel schafft Amazon in Wachstumsbereichen neue Arbeitsplätze. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen 90 Tage Zeit bekommen, sich einen anderen Job im Konzern zu suchen. Darüber hinaus bietet Amazon den Betroffenen Beratung, Abfindungen, Versicherungsleistungen und andere Hilfen an.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Amazon sich im Lebensmitteleinzelhandel auf die 2017 übernommene Kette „Whole Foods“ konzentriert und seine „Amazon Fresh“- und „Amazon Go“-Läden schließt. Das betrifft 72 Standorte in den USA.

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„Einige von euch werden sich vielleicht fragen, ob das der Beginn eines neuen Rhythmus ist, in dem wir alle paar Monate einen weitreichenden Stellenabbau ankündigen. Das ist nicht unser Plan”, versichert Galetti in dem Memo. Allerdings müssten, wo nötig, „Anpassungen“ vorgenommen werden.

Damit setzt sich der große Stellenabbau bei „Big Tech“ fort. Bereits vor zwei Jahren hatten Großkonzerne damit begonnen, tausende Mitarbeiter vor die Tür zu setzen. Dabei wird gerne mit Effizienzgewinnen durch Künstliche Intelligenz argumentiert – allerdings taucht der Begriff in Galettis Mitteilung nicht mehr auf. Mit den Massenentlassungen korrigiert Big Tech auch den massiven Stellenaufbau während der Corona-Pandemie.

(vbr)