Besserer Schutz für Android-Geräte: Google führt neue Sicherheitsfeatures ein
Google sichert Android-Smartphones vor unberechtigten Zugriffen etwa bei Diebstahl weiter ab. Der Konzern hat dafür neue Funktionen angekündigt.
Google Android-Bugdroid vor Schloss-Symbol.
(Bild: Primakov/Shutterstock.com)
Google verpasst Android einige neue Sicherheitsfunktionen. Sie sollen die Gerätedaten von Smartphones und Tablets „vor, während und nach einem Diebstahlversuch schützen“. Die neuen „mehrschichtigen Abwehrmechanismen“ sollen die persönlichen Daten nicht nur im Falle eines Gerätediebstahls schützen, sondern auch vor neugierigen Kinderhänden.
Wie der Konzern schreibt, bauen die neuen Sicherheitsfunktionen auf die schon in Android integrierten Funktionen auf. Einige von ihnen sind im Oktober 2024 für Geräte mit Android 15 und neuer eingeführt worden. Einige der nun angekündigten Features erfordern Android 16 und neuer.
Verbesserte Benutzerkontrolle und Identitätsprüfung
Zu diesen Updates gehört etwa eine bessere Benutzerkontrolle bei fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuchen. Die mit Android 15 eingeführte Funktion „Failed Authentication Lock“, die den Gerätebildschirm nach zu vielen fehlgeschlagenen Eingabeversuchen der PIN oder eines Musters automatisch sperrt, kann jetzt auf Wunsch über einen Regler ein- oder ausgestellt werden.
(Bild: Google)
Zudem weitet Google die Anfang 2025 angekündigte Identitätsprüfung auf weitere Bereiche aus: Die Funktion, die bei sensiblen Aktionen außerhalb vertrauenswürdiger Orte biometrische Daten abfragt, wird nun auf „alle Funktionen und Apps, die die Android-Biometrieabfrage verwenden“ erweitert. Dazu gehören nun auch Googles Passwort-Manager und Banking-Apps von Drittanbietern. Auch kritische Gerätefunktionen wie das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder das Löschen von Google-Konten sind geschützt.
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Stärkerer Schutz vor PIN-Erraten
Außerdem hat Google einen stärkeren Schutz vor dem Erraten der Bildschirmsperre (PIN oder Muster) integriert. Denn der Hersteller hat die Sperrzeit nach fehlgeschlagenen Versuchen verlängert. Android zählt jedoch identische falsche Eingaben nicht mehr zum Wiederholungslimit, „um sicherzustellen, dass Sie nicht versehentlich ausgesperrt werden (z. B. durch ein neugieriges Kind)“.
Überdies bohrt Google auch die Wiederherstellungstools auf, die für Android-Geräte mit Android 10 und neuer verfügbar sein sollen.
So erhält die Funktion „Remote Lock“, die über das Webportal android.com/lock aufgerufen werden kann und ein verlorenes oder gestohlenes Gerät sperrt, eine optionale Sicherheitsfrage hinzu. Durch diese soll sichergestellt werden, dass nur die Besitzerin oder der Besitzer des Geräts dies ausführen kann. Dies soll dem Wiederherstellungsprozess eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen, so Google.
Schließlich aktiviert Google standardmäßig die Diebstahlerkennungssperre und die Fernsperre für neue Android-Geräte, die in Brasilien aktiviert werden.
(afl)