USB4-SSD-Gehäuse mit Display, Fingerabdrucksensor und „Wo ist?“

Schnelle SSD-Hüllen für M2-Module gibt es wie Sand am mehr. Der Zubehöranbieter Zike versucht, sich mit Zusatzfeatures abzusetzen.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Zike Z991: Funktionsmäßig fast overkill

Zike Z991: Funktionsmäßig fast overkill.

(Bild: Zike)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Im Markt für transportable SSD-Hüllen (Enclosures) können sich die Hersteller eigentlich nur durch Gehäuseform, Wärmeabfuhr und vor allem Geschwindigkeit absetzen. Der Anbieter Zike, der mit dem Z666 alias ZikeDrive bereits ein flottes USB4-Gehäuse im Programm hat, legt mit allerlei Sonderfunktionen nun einen obendrauf: Das Modell Z991 kriegt einen Minibildschirm, einen Fingerabdrucksensor zum Schutz vor Datenabfluss, erstmals einen eingebauten aktiven Kühler sowie – und das sollte es bei einer SSD-Hülle noch nicht gegeben haben – Apples Findedienst „Wo ist?“. Die Hardware schluckt zudem die langsam auf den Markt kommenden (wenn auch noch extrem teuren) 16-TByte-M.2-Riegel.

Das Z991 ist derzeit noch nicht auf dem Markt, laut Hersteller wird es im Rahmen einer (allerdings noch nicht gestarteten) Kickstarter-Kampagne ab Mitte März 2026 ausgeliefert. Da Zike schon seit Jahren auf dem Markt ist, dürfte diese Zeitplanung wohl klappen. Laut vorläufigen Angaben soll die SSD-Hülle Durchsatzraten zwischen 3,8 GB/s (Lesen) und 3,6 GB/s (Schreiben) erreichen, also USB4 mit 40 Gbps. Das geht auch via Thunderbolt 3 und Thunderbolt 4. Thunderbolt 5 wird nicht explizit unterstützt, entsprechende Kabel funktionieren aber natürlich.

Videos by heise

Im Gegensatz zum Z666 ist eine aktive Kühlung integriert, die thermisches Throttling unterbinden soll – ob das wirklich gut klappt, bleibt abzuwarten. Der Controller solcher Enclosures wird oftmals sehr heiß. Das Gehäuse wurde zudem weiter verkleinert. Das Display soll unter anderem Durchsatzraten und aktuelle Temperaturwerte zeigen, außerdem Löschprozesse (wie genau, ist unklar). Der Fingerabdrucksensor erlaubt eine Entschlüsselung. Daten zur verwendeten Encryption liegen noch nicht vor.

Nützlich: Zike hat auch einen „Find My“-Chip eingebaut, damit sich das SSD-Gehäuse via „Wo ist?“-Netzwerk von Apple tracken lässt. Damit soll man die SSD-Hülle schneller wieder auffinden, falls sie einmal verloren geht.

Angaben zum finalen Preis des Z991 hat Zike noch nicht gemacht. Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne soll es jedoch bei 109 US-Dollar losgehen (je nach Bestellzeitraum bis 129 Dollar). Zike hat ein Vertriebssystem in der EU aufgesetzt, damit die Ware zoll- beziehungsweise einfuhrumsatzsteuerfrei beim Kunden landet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(bsc)