Metaverse: Meta verschiebt Fokus auf Hardware-Entwicklung
Meta hält an der VR-Sparte fest und will künftig stärker in neue Hardware investieren. Die Verkäufe von Smart Glasses haben sich derweil mehr als verdreifacht.
Metas aktuelles VR-Flaggschiff Meta Quest 3.
(Bild: Meta)
Nach der Bekanntgabe eines weiteren Rekordquartals hat sich Mark Zuckerberg zur kĂĽnftigen Ausrichtung der Reality-Labs-Abteilung, die VR-Brillen und Smart Glasses entwickelt. Auf das M-Wort verzichtete der CEO dabei.
Man wolle sich in den nächsten Jahren darauf konzentrieren, Virtual Reality profitabel zu machen, wobei der Großteil der Investitionen künftig in Smart Glasses und Wearables fließen werde. Die Bestrebungen rund ums Metaverse soll derweil primär auf mobilen Plattformen fortgesetzt werden.
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Laut Finanzchefin Susan Li ist man trotz Stellenstreichungen „weiterhin optimistisch“, was die Zukunft von VR angeht, aber wolle künftig stärker in die Entwicklung neuer Headsets investieren. Diese Aussage deckt sich mit einem Bericht, wonach Meta zwei neue Geräte in Entwicklung hat und dabei den Fokus konsequenter auf Qualität legt.
Im Dezember räumte Meta ein, dass Hardware und Nutzererfahrung noch nicht den Reifegrad besitzen, der für ein signifikantes Wachstum des VR-Marktes erforderlich wäre. Die nächsten Geräte werden voraussichtlich teurer, da Meta seine Hardware nicht mehr so stark subventionieren möchte.
Smart Glasses: „Ultimative Inkarnation“ von Metas KI-Vision
Die Investitionen in Reality Labs bleiben derweil hoch und erreichten im vierten Quartal 2025 einen neuen Rekordwert von knapp 7 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum erwirtschaftete Meta mit VR-Brillen und Smart Glasses einen Umsatz von knapp einer Milliarde US-Dollar, was einem RĂĽckgang von 12 Prozent gegenĂĽber dem Vorjahr entspricht.
Für 2026 erwartet Meta, dass die Verluste auf dem aktuellen Niveau bleiben. Erst ab 2027 sollen sie schrittweise reduziert werden. Das Unternehmen betont jedoch, dass diese Entwicklung nicht unbedingt geradlinig verlaufen müsse, da unvorhersehbare Änderungen am Produktfahrplan oder eine unerwartete Marktentwicklung diese Pläne beeinflussen könnten.
Vor dem Hintergrund enormer Investitionen in KI-Infrastruktur bekräftigte Mark Zuckerberg einmal mehr, dass er Smart Glasses als das entscheidende Hardware-Vehikel für Künstliche Intelligenz sieht, und bezeichnete die Kategorie gar als „ultimative Inkarnation“ von Metas KI-Vision.
Obwohl das Unternehmen seine Smart-Glasses-Verkäufe im vergangenen Jahr verdreifachen konnte, sind sie angesichts der massiven Verluste von Reality Labs noch immer als Zukunftsmarkt einzuordnen. Zuckerberg gibt sich dennoch zuversichtlich: „Man kann sich kaum vorstellen, dass es in einigen Jahren noch eine Welt gibt, in der die meisten Brillen, die Menschen tragen, keine KI-Brillen sind.“
(tobe)