Neue Zahlen zur Versionsverteilung: Android 16 mit 7,5 Prozent Marktanteil

Google hat in Android Studio Zahlen zur Android-Versionsverteilung veröffentlicht: Die meisten Geräte laufen demnach auf Android 15.

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Android 16.

(Bild: Bangla press/Shuttertstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das am 10. Juni 2025 veröffentlichte große Update auf Android 16 stellt mit einer Verbreitung von 7,5 Prozent nicht das meistbenutzte Betriebssystem aus dem Hause Google dar. Die am weitesten verbreitete Version ist das 2024 freigegebene Android 15, mit 19,3 Prozent.

Google veröffentlicht seit Jahren keine offiziell verfügbaren Zahlen zur Versionsverteilung von Android. Um sich diese zusammenzurechnen, muss man die Entwicklungsumgebung Android Studio für Entwicklerinnen und Entwickler installieren und die Verteilung aus den dort in unregelmäßigen Abständen veröffentlichten kumulativen Daten errechnen. Die neuen Daten – zuerst entdeckt von 9to5 Google – weisen aktive Geräte aus, die innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen den Google-Play-Store kontaktiert haben.

Kumulative Versionsverteilung aus Android Studio vom 1. Dezember 2025.

(Bild: heise medien)

Die neuen Zahlen dĂĽrften nicht den topaktuellen Verteilungsstand darstellen, da sie vom 1. Dezember 2025 stammen. Jedoch hatten zu dem Zeitpunkt sowohl Google die Pixel-Modelle als auch Samsung und einige weitere Hersteller wie Oppo, OnePlus und Nothing den GroĂźteil ihrer kompatiblen Smartphones und Tablets auf Android 16 gehievt.

Im Vergleich zu den letzten veröffentlichten Zahlen vom April 2025 scheint die Verteilung der neuen Android-Version ein wenig schneller voranzuschreiten. Denn damals lag der Anteil der aktuellen Version Android 15 bei 4,5 Prozent. Das dürfte zum Großteil damit zusammenhängen, dass Samsung das auf Android 15 basierende One UI 7 erst Anfang April 2025 für den Großteil seiner Geräte freigegeben hatte.

Android-Version API Kumulativer Anteil Marktanteil der Version
Android 16 36 7,5 % 7,5 %
Android 15 35 26,8 % 19,3 %
Android 14 34 44,0 % 17,2 %
Android 13 33 57,9 % 13,9 %
Android 12 31 69,3 % 11,4 %
Android 11 30 83,0 % 13,7 %
Android 10 29 90,8 % 7,8 %
Android 9 28 95,3 % 4,5 %
Android 8.x 26–27 97,6 % 2,3 %
Android 7.x 24–25 99,2 % 1,6 %
Android ≤6.x ≤23 99,9 % 0,7 %

An den veröffentlichten Zahlen fällt zudem auf, dass Android 15 mit 19,3 Prozent zwar die zurzeit am weitesten verbreitete Android-Version ist, dieser Wert ist jedoch verglichen mit der vorherigen Messung im April 2025, als Android 14 mit 27,4 Prozent das meistbenutzte Betriebssystem Googles war, geringer. Zudem tauchen auch die älteren Android-Versionen 11 bis 14 mit jeweils über 10 Prozent auf, obwohl Google sie nicht mehr weiter mit Sicherheitspatches versorgt: Den offiziellen Support für Android 12/12L hatte Google Ende März 2025) eingestellt.

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Während der Anteil von Android 16 neben Softwareupdates auch durch die Markteinführung neuer Geräte wachsen dürfte, steht die nächste Version vor der Tür: Android 17 wird ähnlich wie Android 16 im Juni erwartet. Allerdings hat der Konzern seine Android-Entwicklung maßgeblich umgestellt, sodass große Versionsupdates weniger relevant erscheinen.

Denn mit dem Update auf Android 16 QPR2, das am 2. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, schlug Google ein neues Kapitel für die Funktionsweise von Android-Updates auf. Fortan sollen laut Unternehmen „nicht mehr nur ein einziges jährliches Betriebssystem-Update, sondern häufigere Releases bereitgestellt werden“. Das bedeutet, dass neue Android-Funktionen künftig dann erscheinen, wenn sie fertig sind.

Diese Entwicklung zeichnet sich schon seit einigen Monaten ab, denn das große Redesign der Bedienoberfläche Material 3 Expressive erschien nicht mit Android 16 im Juni, sondern erst im September mit Android 16 QPR1. Hinsichtlich der Entwicklung beschreitet Google ebenso andere Wege: Die Entwicklung findet seit Anfang 2025 nicht mehr öffentlich statt und die Developer-Previews, die das Unternehmen bis Android 15 etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr vor dem fertigen Release veröffentlicht hatte, sind auch Geschichte. Stattdessen werden neue Funktionen seit Sommer 2025 im sogenannten Canary-Kanal getestet. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich Googles Umstellung der Entwicklung auf das Betriebssystem auswirken wird.

(afl)