Artemis-2: NASA verschiebt geplanten Start nach der Generalprobe auf März

Zwar ist die Generalprobe des Starts der Mondrakete SLS geglĂĽckt, aber Probleme haben fĂĽr stundenlange Unterbrechungen gesorgt. Der Start wird darum verschoben.

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Eine Rakete vor dem Mond

Die Orion-Kapsel der Mission Artemis-2 vor dem Mond

(Bild: NASA/Sam Lott)

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Die NASA hat die Betankung der Mondrakete SLS für die bemannte Mission Artemis-2 größtenteils erfolgreich abgeschlossen, den geplanten Start jetzt aber auf März verschoben. Das hat die US-Weltraumagentur nach dem „wet dress rehearsal“ öffentlich gemacht und ergänzt, dass die Crew deshalb die Quarantäne verlassen darf. Vor einem erneuten Anlauf zum ersten bemannten Mondflug seit mehr als 53 Jahren will die NASA erneut das Betanken testen. Grund dürfte ein hartnäckiges Wasserstoffleck sein, das beim ersten Testlauf den Countdown stundenlang verzögert hat. Um es zu schließen, haben die Verantwortlichen den Fluss gestoppt, damit sich die Schnittstelle und die Dichtungen erwärmen konnten.

Trotz dieser Verzögerung sei der Test insgesamt erfolgreich gewesen, alle Tanks wurden befüllt. Der Countdown konnte dann bis auf fünf Minuten vor dem Start herunterlaufen, bevor er gestoppt wurde. Das kalte Wetter habe die testweise Betankung ansonsten nicht gestört, aber mehrere Kameras und anderes Equipment hätten die Arbeit eingestellt, schreibt die NASA noch. Hätte man die Mondrakete tatsächlich starten wollen, hätten die niedrigen Temperaturen deshalb zusätzliche Aufmerksamkeit benötigt. Die Ergebnisse der Generalprobe sollen jetzt überprüft und besprochen werden, bevor ein offizieller Starttermin festgelegt wird. Zwei Wochen vorher muss sich die Crew dann wieder in Quarantäne begeben.

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Bei dem etwa 49 Stunden dauernden Test wurden verschiedene Prozeduren genau so durchgespielt, wie sie vor dem echten Start stattfinden müssen. Dazu gehörten neben dem Betanken mit tiefkaltem flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff ein vollständiger Countdown mit geplanten Haltepunkten sowie das kontrollierte Abbrechen und erneute Hochfahren der Startsequenz bei technischen Problemen oder ungünstigen Wetterbedingungen. Beteiligt waren neben den Startmannschaften vor Ort und dem Kontrollzentrum in Houston weitere NASA-Zentren. „Wir haben absolut damit gerechnet, auf Herausforderungen zu stoßen“, meinte der neue NASA-Chef Jared Isaacman.

Mit Artemis-2 will die NASA nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen zum Mond fliegen, der soll aber nur umrundet werden. Die Crew besteht aus Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Auf ihrem zehntägigen Flug sollen sie zuerst die Erde umrunden und dann in Richtung des Erdtrabanten beschleunigen. Für den Flug dorthin sind danach vier Tage veranschlagt. Wenn alles klappt, sollen dann auf der Nachfolgemission Artemis-3 Menschen die Oberfläche des Monds erreichen – geplant ist das gegenwärtig für 2028. Bei der ersten Mission des ambitionierten Artemis-Programms ist im Herbst 2022 eine unbemannte Kapsel um den Mond geflogen, die NASA hat sich damals äußerst zufrieden gezeigt.

(mho)