Mögliche Folgen für ISS-Crew: Falcon 9 von SpaceX muss am Boden bleiben

Alle paar Tage startet inzwischen eine Falcon 9, vor allem mit Starlink-Satelliten an Bord. Nach einer Störung am Wochenanfang bleibt sie erst einmal am Boden.

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Startende Rakete

Der jüngste Start einer Falcon 9

(Bild: SpaceX)

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SpaceX hat nach einem Problem beim jüngsten Start seiner Falcon-9-Rakete eine interne Untersuchung eingeleitet und weitere Flüge vorerst aufgeschoben. Das hat das US-Raumfahrtunternehmen von Elon Musk auf dem Kurznachrichtendienst X angekündigt. Dort heißt es, dass bei dem Start wie geplant mehrere Starlink-Satelliten ins All gebracht wurden. Die zweite Stufe habe dann aber eine „Störung“ erlitten, weswegen sie nicht wie geplant in der Atmosphäre verglüht ist. Die Ursache dafür werde nun gesucht, „bevor der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird“. Unklar ist vor allem, ob das Auswirkungen auf den geplanten Start der nächsten ISS-Crew haben wird, der für kommenden Mittwoch angesetzt ist.

Die Falcon 9 ist das Arbeitspferd von SpaceX, sie ist weiterhin primär dafür zuständig, die zahlreichen Starlink-Satelliten ins All zu bringen. Die Probleme traten jetzt am Montag nach dem 14. Start in diesem Jahr auf, der von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien erfolgte. Bis zum Start der Crew-12 zur ISS waren zuletzt noch vier weitere Flüge einer Falcon 9 angesetzt. Je nachdem, wie lange die Flugpause jetzt dauert, müssen die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Laut dem US-Magazin Space hat die NASA bereits erklärt, dass die Untersuchungen, die SpaceX zusammen mit der Flugaufsicht FAA durchführt, vor dem ISS-Flug genau beobachtet würden.

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Die Falcon 9 ist seit 2010 im Einsatz. 2015 landete zum ersten Mal eine Stufe nach dem Start, inzwischen sind mehr als 600 Starts hinzugekommen. Die Rakete ist außerdem extrem zuverlässig, zuletzt war Anfang März 2025 ein Problem aufgetreten. Damals hat SpaceX alle weiteren Starts für eine Woche gestoppt, bevor es wieder losging. Die zweite Stufe, die am Montag nicht planmäßig zur Erde zurückgekehrt war, hat danach trotzdem den verbleibenden Treibstoff abgelassen und eine Bahn eingenommen, die sie rasch zur Erde zurückgeführt hat. In der Nacht zu Mittwoch hat der Satellitenexperte Jonathan McDowell mitgeteilt, dass die Raketenstufe abgestürzt ist.

(mho)