Autoindustrie: Europäische Nachfrage macht Hoffnung
Der Geschäftsklimaindex steigt leicht an. Treiber sind derzeit vor allem Exporterwartungen in Europa. Die Lage ist aber weiter angespannt.
In Europa ist der Volkswagen-Konzern noch immer sehr erfolgreich. Im Bild der VW Tiguan (Test), von dem allein in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 60.000 StĂĽck verkauft wurden.
(Bild: Martin Franz / heise Medien)
- dpa
Die deutsche Autoindustrie sieht weniger pessimistisch in die Zukunft als zuletzt. Das geht aus dem Geschäftsklimaindex für die Branche hervor, den das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (Ifo) veröffentlicht hat. Der Geschäftsklimaindex ist im Januar um 0,2 Punkte auf jetzt minus 19,6 gestiegen.
Treiber waren die Geschäftserwartungen, die sich um 2,8 Punkte verbesserten. Die aktuelle Lage wird dagegen um 2,5 Punkte negativer bewertet als bei der vorigen Umfrage im Dezember 2025. Die Nachfrage aus dem Euroraum wirke für die Autoindustrie als „stützende Kraft“, sagt Ifo-Expertin Anita Wölfl.
Verbesserte Wettbewerbsbedingung
Vor allem im Ausland rechnen die Unternehmen mit deutlich besseren Geschäften. Die Exporterwartungen legten von minus 8 auf plus 8,7 Punkte zu. „Den amtlichen Daten zu den Auftragseingängen nach zu urteilen, spielt hier der innereuropäische Handel die treibende Rolle“, sagt Wölfl.
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Auf den Auslandsmärkten innerhalb der EU bewerten die Unternehmen der deutschen Autoindustrie auch ihre Wettbewerbsposition deutlich besser als bei der vorherigen Erhebung dieses Werts im Oktober 2025. Im Saldo ging es um 13,9 Punkte auf jetzt plus 15,4 nach oben.
Außerhalb Europas sank der Wert allerdings stark: um ebenfalls 13,9 Punkte auf minus 31,3. Insbesondere gegenüber China habe die deutsche Autoindustrie dort an Wettbewerbsfähigkeit verloren, zunehmend aber auch gegenüber den USA, sagt Wölfl.
(mfz)