Baustelle Steam Machine: Valve kann weiterhin keinen Preis nennen
Valve kann immer noch keinen Preis für die kommende Steam Machine nennen. Auch einen Release-Termin gibt es vorerst nicht – womöglich kommt der PC später.
Die Steam Machine von Valve ist noch eine Baustelle.
(Bild: Valve)
Es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um einen Gaming-PC auf den Markt zu bringen. In einem Blog-Eintrag erklärt Valve, warum es immer noch keinen Preis und kein Release-Datum der kommenden Steam Machine und des VR-Headsets Steam Frame gibt: Der Hardware-Markt ist aktuell zu unberechenbar.
„Als wir die Produkte im November ankündigten, gingen wir davon aus, bis jetzt konkrete Preise und Termine zur Markteinführung bekannt geben zu können“, schreibt Valve im Blog-Eintrag. „Wie viele andere Hersteller der Branche ist jedoch auch Valve von den aktuellen globalen Engpässen bezüglich der Verfügbarkeit von Speicherkomponenten betroffen. Aufgrund dessen und der damit verbundenen steigenden Preise müssen wir unsere Preisgestaltung und Markteinführungspläne insbesondere in Bezug auf Steam Machine und Steam Frame überarbeiten.“
Release in erster Jahreshälfte
Valve plant laut Blog-Eintrag „nach wie vor“, die Geräte in der ersten Jahreshälfte auf den Markt zu bringen. Tatsächlich hatte Valve vorher das Frühjahr als Release-Zeitraum anvisiert. Nun lässt sich Valve also etwas mehr Spielraum für die Markteinführung der neuen Hardware. Der Steam-Betreiber weist zusätzlich darauf hin, dass aufgrund der Unwägbarkeiten auf dem Hardware-Markt eine weitere Release-Verzögerung nicht auszuschließen sei.
Die in den vergangenen Monaten ohnehin schon rasant gestiegenen Speicherpreise könnten sich 2026 noch einmal verschlimmern. Marktforscher von Trendforce gehen davon aus, dass für PCs gedachte DDR4- und DDR5-Riegel im ersten Quartal 2026 um bis zu 95 Prozent teurer werden könnten.
Der Preis der Steam Machine dürfte maßgeblich davon abhängen, zu welchen Preisen Valve Speicherkomponenten beziehen kann und wie viele Teile sich das Unternehmen bereits zu möglicherweise günstigeren Preisen gesichert hat. Auch der Preis von Grafikeinheiten ist derzeit sehr hoch – unter anderem, weil GPUs für KI-Rechenzentren gefragt sind.
Preis könnte hoch ausfallen
Valve wird es daher schwer haben, den Preis der Steam Machine auf ein fĂĽr Kunden verdauliches Niveau zu drĂĽcken. Preisspekulationen der Community rangieren von 400 bis 1000 Euro. Angesichts der hohen Hardware-Preise scheint ein Kostenpunkt am unteren Ende dieser Preisspanne schwer zu realisieren.
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Bisher hat Valve nur mitgeteilt, der Preis der Steam Machine werde sich an einem PC mit vergleichbaren Komponenten orientieren. Die GPU der Steam Machine entspricht etwa einer etwas zusammengeschrumpften Radeon RX 7600 von AMD, die rund 250 Euro kostet. Dazu kommt ein „semi-custom“ Zen-4-Chip von AMD mit 6 Kernen und 12 Threads sowie einer Taktfrequenz von 4,8 GHz, für dessen Desktop-Äquivalent man etwa 150 bis 200 Euro einplanen könnte. Valve will 16 GByte DDR5-Arbeitsspeicher einbauen, was für Endkunden aktuell um die 200 Euro kostet. Dazu kommen noch Kosten für die SSD, das Gehäuse und die Fertigung.
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(dahe)