Meta Quest 4: Technikchef bestätigt Arbeit an zwei neuen VR-Brillen
Trotz Unkenrufen: Meta investiert weiter in VR und bestätigt, dass zwei neue Geräte in Entwicklung sind. Eines davon dürfte Meta Quest 4 sein.
Meta hält an der Quest-Produktlinie fest. Auf dem Bild ist Meta Quest 3 zu sehen.
(Bild: Meta)
Metas Technikchef bekräftigte diese Woche, dass Meta weiterhin in VR investiere und optimistisch sei, was deren langfristige Zukunft betrifft. In einer Frage-und-Antwort-Runde auf Instagram sagte Andrew Bosworth, dass die Kürzungen in Metas VR-Sparte den Weg für Hardware-Fahrpläne freigemacht hätten. Meta habe zwei neue Geräte im Blick, die „sehr aufregend“ seien. Auf Instagram ist das Video nicht mehr abrufbar.
Gegenüber dem Tech-Newsletter Sources sagte Bosworth, dass Meta an der Quest-Produktreihe festhalte und dass zwei Geräte in Entwicklung seien, die bereits durchgesickert seien. Der Technikchef beruft sich offenbar auf einen Bericht des Business Insider. Das Nachrichtenportal hat im Dezember interne Memos veröffentlicht, in denen von zwei neuen VR-Brillen die Rede ist.
Welche Geräte plant Meta?
Das erste Gerät hätte ursprünglich schon 2026 erscheinen sollen, wurde den Memos zufolge jedoch auf das nächste Jahr verschoben. Nach allem, was wir bereits wissen, zielt Meta mit diesem Gerät wieder auf das Premium-Segment, so wie einst mit Meta Quest Pro.
Das auffälligste Merkmal der neuen VR-Brille dürfte ihr veränderter Formfaktor sein: Durch das Auslagern von Recheneinheit und Batterie könnten Größe und Gewicht deutlicher kleiner ausfallen als bei den Konkurrenzprodukten Apple Vision Pro und Samsung Galaxy XR. Erste Prototypen mit dieser Architektur erreichen ein Gewicht von etwa 100 Gramm und ähneln eher Smart Glasses als VR-Brillen.
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Über das zweite Gerät ist weit weniger bekannt. Den geleakten Memos nach zu schließen, handelt es sich dabei um eine Meta Quest 4 mit Gaming- statt Metaverse-Fokus. Das Produkt soll in puncto Technik ein „großes Upgrade“ gegenüber der aktuellen, dritten Generation darstellen. Während das erste Gerät für die erste Hälfe 2027 geplant ist, dürfte Quest 4 noch etwas länger auf sich warten lassen und teurer werden als bisherige Geräte, da sich Meta von der bisherigen Subventionspolitik verabschiedet hat.
Im Gespräch mit Sources sagte Bosworth, worauf der inhaltliche Fokus künftig liegen wird: Drittanbieter-Apps, Medieninhalte, Produktivitäts-Tools und Mixed Reality. Die ungeliebte Metaverse-Plattform Horizon rückt hingegen in den Hintergrund, sie soll auf der Systemebene nicht mehr so stark durchschlagen. Die Entwicklergemeinschaft dürfte das freuen, da ihr dadurch weniger Wettbewerb seitens Meta droht.
(tobe)