Kursrutsch ohne Ende: Preis des Bitcoin fällt unter 70.000 US-Dollar

Der Kurs des Bitcoin kennt weiter nur eine Richtung, jetzt ist der Preis auf 70.000 US-Dollar gefallen. Experten sehen verlorenes Interesse und Pessimismus.

vorlesen Druckansicht 328 Kommentare lesen
Eine Bitcoin-MĂĽnze, dahinter rote Pfeile, die nach unten zeigen

(Bild: FellowNeko/Shutterstock.com)

Update
Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Bitcoin-Preis rutscht immer weiter ab, am Donnerstag wurde jetzt sogar die nächste große Marke von 70.000 US-Dollar unterschritten. Eine Weile tendierte der Kurs laut Daten von CoinMarketCap bei etwa 70.000 US-Dollar und damit leicht darüber. Gleichzeitig hat die mit Abstand wichtigste Kryptowährung damit allein in den vergangenen 24 Stunden rund 7 Prozent ihres Werts verloren, innerhalb von einer Woche waren es sogar fast 20 Prozent. Noch Mitte November hat ein Bitcoin mehr als 100.000 US-Dollar gekostet. Der jüngste Kursrutsch hat Ende voriger Woche begonnen, Auslöser war die Nominierung von Kevin Warsh für den Posten an der Spitze der US-Notenbank. Von ihm wird eine restriktivere Geldpolitik erwartet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier eine externe Datenvisualisierung von Datawrapper GmbH geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Datawrapper GmbH übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wie längst üblich, rutscht der Kurs des Bitcoin nicht allein ab, auch alle anderen wichtigen Kryptowährungen haben die Talfahrt mitgemacht. So hat Ethereum in der vergangenen Woche sogar fast 30 Prozent seines Werts verloren und tendiert aktuell bei knapp über 2000 US-Dollar. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert eine Analyse der Deutschen Bank mit der Einschätzung, dass der breite Kursrutsch auf Kapitalabzüge von institutionellen Investoren und ETFs zurückgeht, die monatlich Bitcoin im Wert von mehreren Milliarden verkauft hätten. Dass die jetzt schon länger kontinuierlich verkaufen, sei „ein Signal, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren und der allgemeine Pessimismus gegenüber Kryptowährungen wächst“.

Videos by heise

Sein Allzeithoch hat der Bitcoin erst Anfang Oktober erreicht, damals kostete er über 125.000 US-Dollar. Inzwischen hat er davon 45 Prozent eingebüßt und Anzeichen für eine Kehrtwende gibt es nicht. Wegen des Kursverfalls zum Jahresende hat der Bitcoin auch das Gesamtjahr mit einem Minus von mehr als 6 Prozent abgeschlossen. Weil der Bitcoin-Kurs aber bislang eigentlich nur eine Richtung kannte, war das erst das vierte Jahr in der Geschichte der 2009 ins Leben gerufenen Kryptowährung, in der sie nicht an Wert zulegen konnte. Der aktuelle Kursrutsch erfolgt parallel zu schwierigen Tagen an der Börse, in denen etwa Aktien von Software-Unternehmen noch einmal stark unter Druck geraten waren.

Update

Inzwischen hat der Bitcoin die Marke von 70.000 US-Dollar unterschritten. Der Artikelanfang wurde entsprechend angepasst.

Update

Zum jüngsten Preisverfall des Bitcoin dürfte auch beigetragen haben, dass US-Finanzminister Scott Bessent bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus am Mittwoch eine Stützung des Kurses mit Steuergeldern kategorisch abgelehnt hat. Dazu sei er nicht befugt. Alle Bitcoin im Besitz der US-Regierung würden weiterhin aus Konfiszierungen stammen und nicht erworben werden, zitiert ihn Yahoo Finance.

(mho)