Flugpause für die Falcon 9 beendet: ISS-Crew mit Europäerin startet am Mittwoch
Am Mittwoch starten zwei Frauen und zwei Männer zur ISS, unter ihnen eine Französin. Die dafür eingesetzte Falcon-9-Rakete von SpaceX darf wieder starten.
Fedjajew, Hathaway, Meir und Adenot in ihren Raumanzügen
(Bild: NASA)
Die Startpause der Falcon-9-Rakete von SpaceX wurde beendet und die nächste Crew kann deshalb wie geplant am Mittwoch zur Internationalen Raumstation ISS starten. Das haben die US-Flugaufsicht FAA und die US-Weltraumagentur NASA mitgeteilt. Am Wochenende ist bereits wieder eine Falcon 9 gestartet und hat mehrere Starlink-Satelliten ins All gebracht. Die kurze Zwangspause war nötig geworden, weil es Anfang Februar nach einem Raketenstart zu Problemen gekommen war. Es folgte eine Untersuchung, die nun abgeschlossen wurde. Damit können jetzt wieder vier Personen zur ISS starten und die Besatzung komplettieren, aktuell sind dort nur zwei Russen und ein US-Amerikaner.
SpaceX hat Prüfung abgeschlossen
Die Falcon 9 ist das Arbeitspferd von SpaceX, gegenwärtig ist sie vor allem damit beschäftigt, die zahlreichen Starlink-Satelliten ins All zu bringen. Aber auch für die bemannten Flüge zur ISS wird die Rakete eingesetzt. Das jüngste Problem ist vor einer Woche nach dem 14. Start in diesem Jahr aufgetreten. Dabei sind die Satelliten zwar wie geplant ausgesetzt worden, aber die zweite Raketenstufe hat dabei eine „Störung“ erlitten, weswegen sie nicht wie geplant in der Atmosphäre verglüht ist. Bis die Ursache gefunden wurde, durfte keine Falcon 9 mehr abheben. Laut der FAA ist das gelungen und SpaceX hat „technische und organisatorische Präventivmaßnahmen“ zugesagt, damit sich so etwas nicht wiederholt. Deshalb sei der Flugbetrieb wieder möglich.
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Mit der Entscheidung steht dem Start der SpaceX-Crew-12 nun nichts mehr im Weg. Mittwochmittag (MEZ) sollen der Russe Andrej Fedjajew, die US-Amerikaner Jack Hathaway und Jessica Meir sowie die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot zur ISS starten. Sie treten dann die Nachfolge der Crew-11 an, die die Raumstation aus medizinischen Gründen vorzeitig verlassen musste. Deshalb befinden sich dort gegenwärtig nur die beiden Russen Sergej Kud-Swertschkow und Sergej Mikaew sowie der US-Amerikaner Christopher Williams. Die NASA wird den Start am Mittwoch wie gewohnt live ins Internet streamen. Am frühen Donnerstagnachmittag sollen die vier dann an der Raumstation ankommen, auch das wird dann wieder übertragen.
(mho)