Galaxy S26: Samsung verzichtet abermals auf Magnete für Qi-Laden

Samsung verzichtet bei seiner Galaxy-S26-Serie laut Zertifizierungsdokumenten abermals auf den Einsatz von Magneten für das kabellose Laden per Qi2.

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Galaxy S25 und S25 Ultra mit Stift

Nachfolger des Galaxy S25 (auf dem Bild): Samsung scheint bei der Galaxy-S26-Serie weiterhin auf Magnete zu verzichten.

(Bild: Andreas Wodrich/heise medien)

Lesezeit: 4 Min.
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Apples iPhone 17 hat es als MagSafe, Googles Pixel 10-Serie als Pixelsnap – die Rede ist von einem Magneten auf der Gehäuserückseite, mit dem etwa kompatible Akkupacks oder anderes Zubehör fest mit den Smartphones verbunden sind und sich bequemer laden lassen. Samsung lässt dieses praktische Feature bei seiner gegen Ende Februar 2026 erwarteten Galaxy-S26-Serie abermals weg. Das besagen Dokumente der verantwortlichen Zertifizierungsbehörde WPC (Wireless Power Consortium).

Zuerst entdeckt hat die Einträge der neuen Galaxy-S26-Serie 9to5 Google: Die Modelle Galaxy S26, Galaxy S26 Plus und Galaxy S26 Ultra sind in der Datenbank des Wireless Power Consortiums (WPC) mit den Modellnummern SM-K772, SM-K777 und SM-K778 aufgetaucht. Samsung nutzt dem Blog zufolge maskierte Modellnummern anstelle der tatsächlichen SM-S942B, SM-S947B und SM-S948B, um die unangekündigten Geräte zu verbergen.

WPC-Eintrag eines der Galaxy-S26-Modelle beim WPC: BPP (Base Power Profile) statt MPP (Magnetic Power Profile).

(Bild: WPC)

Die Daten der WPC-Zertifizierung zeigen, dass die Smartphones den Qi 2.2.1-Standard unterstützen. Dabei handelt es sich zunächst um eine aktuellere Version als jene, die Google für die Pixel-10-Modelle verwendet (2.0.1). Allerdings verwenden Samsungs Modelle das „Base Power Profile“ (BPP) anstelle des „Magnetic Power Profile“ (MPP). Das bedeutet, dass die S26-Geräte keine eingebauten Magnete besitzen und damit wie die S25-Serie auf Hüllen mit integrierten Magneten angewiesen sind, um Zubehör wie Qi2-Ladegeräte, Powerbanks und Geldbörsen anzuheften. Die Daten des WPC decken sich damit mit Aussagen des Leakers IceUniverse, der das Fehlen der Magnete schon vor einigen Tagen auf X bestätigte.

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Die Smartphones könnten dennoch ein schnelleres kabelloses Laden erhalten, heißt es: Gerüchte deuten darauf hin, dass das Galaxy S26 und das Galaxy S26+ kabelloses Laden mit bis zu 20 W unterstützen könnten, das Galaxy S26 Ultra könnte bis zu 25 W erreichen. Diese Werte decken sich weitgehend mit der Ankündigung von Qi 2.2.1 seitens des WPC im Juli 2025. Diese erwartete Verbesserung dürfte die Ladezeiten beim kabellosen Laden verkürzen. Bislang war mit Qi 2 bei 15 W Schluss.

Auch beim kabelgebundenen Laden soll Samsung bei seinen kommenden Geräten nachlegen, so die Gerüchte: Das Galaxy S26 soll angeblich über einen 4300-mAh-Akku verfügen, während das Galaxy S26+ womöglich mit einem 4900-mAh-Akku bestückt sein könnte. Das Galaxy S26 Ultra wird voraussichtlich einen 5000-mAh-Akku haben und bis zu 60 W kabelgebundenes Laden unterstützen. Das S25 Ultra ließ sich mit maximal 45 W laden.

Warum Samsung abermals auf eine magnetische Rückseite verzichtet, weiß wohl nur der Hersteller selbst. Möglicherweise ist dem Konzern die Gerätedicke wichtiger als eine zuverlässige kabellose Ladeoption. Auf der anderen Seite könnte Samsung so weiterhin Geld mit Schutzhüllen verdienen, die die magnetische Arretierung von Zubehör ermöglichen.

Von offizieller Seite ist über die Galaxy-S26-Serie bestätigt, dass sie ein „Privacy Feature“ erhalten wird, das den Bildschirminhalt vor fremden Blicken schützen soll. Zudem hat der Hersteller einen neuen Exynos-Chip angekündigt, der im 2-nm-Verfahren gefertigt wird. Man munkelt, dass das Privacy-Feature nur im Ultra-Modell und der Exynos-Chip regional im Basis- und dem Plus-Modell verbaut sein könnte. Weiter verspricht Samsung mehr KI-Funktionen und sagt, dass Bixby mit Perplexity an Bord ein Revival erhalten soll. Die Galaxy-S26-Serie soll Gerüchten zufolge am 25. Februar vorgestellt werden.

(afl)