G Pro X2 Superstrike: Logitech veröffentlicht Maus mit induktivem Klick
Logitech bringt mit der G Pro X2 Superstrike eine Gaming-Maus, die ohne mechanische Mausklicks auskommt. Stattdessen erkennt ein induktiver Sensor Eingaben.
(Bild: Logitech)
Eine Maus ohne mechanische Mausklicks: Logitech bringt am Dienstag die G Pro X2 Superstrike auf den Markt. An die Stelle des optisch-mechanischen Tasters rückt eine induktive Sensorik, deren Auslöspunkt sich manuell einstellen lässt. Für das Klickgefühl wird zusätzlich haptisches Feedback unterhalb der Maustasten ausgelöst.
Die 180 Euro teure Maus richtet sich vorrangig an E-Sports-Profis und solche, die ihnen nacheifern. Nutzer können exakt definieren, wie früh ein Klick registriert und wann er wieder zurückgesetzt (Reset) wird. Klicks können also so eingestellt werden, dass sie schon bei minimalem Antippen ausgelöst werden und selbst bei kleinsten Entlastungen einen neuen Klick freigeben. So sind mehr Klicks pro Sekunde möglich, was bei bestimmten E-Sport-Genres wie Echtzeitstrategie oder MOBAs wertvoll sein kann.
Logitech G PRO X2 SUPERSTRIKE (5 Bilder)

Logitech
)Auch die Intensität des haptischen Feedbacks kann eingestellt werden. Dazu nutzt man die PC-Anwendung Logitech G Hub, die auch für die anderen spieleorientierten Produkte des schweizerischen Peripherie-Herstellers zum Einsatz kommt.
Bis zu 30 Millisekunden geringere Latenz
Unabhängig von den individuellen Einstellungen und Vorlieben soll die G Pro X2 Superstrike insgesamt etwas schneller auslösen als mechanische Microswitches, die in gängigen Mäusen zum Einsatz kommen – Logitech spricht von einem Latenzvorteil von bis zu 30 Millisekunden.
Die Form der G Pro X2 Superstrike ist weniger ungewöhnlich als die Technik: Sie entspricht der Pro X Superlight 2. Hier sah Logitech keinen Handlungsbedarf, zumal die bekannte Form sich für viele Gamer bereits vertraut anfühlen dürfte. An der linken Innenseite gibt es zwei zusätzliche, belegbare Buttons, oben sitzt ein klickbares Mausrad. Damit hat die G Pro X2 Superstrike deutlich weniger Knöpfe als einige andere Gaming-Mäuse, für die essenziellen Funktionen in den meisten Online-Spielen dürfte diese Konfiguration aber ausreichen. Die Maus ist 61 Gramm leicht, Normalgewicht für kompetitive Gaming-Mäuse.
Kabelloser Betrieb
Die Bewegungen auf dem Mauspad registriert ein optischer Hero-2-Sensor, der bereits bei einigen anderen E-Sports-Mäusen von Logitech zum Einsatz kommt. Seine Polling-Rate von 8000 Hz entspricht einem Abfrageintervall von 0,125 Millisekunden. Realistisch betrachtet genügt es auch für anspruchsvolle Gamer, die Abtastrate auf 1000 Hz zu stellen.
Die G Pro X2 Superstrike wird kabellos über Logitechs proprietäres 2,4-GHz-Funkprotokoll Lightspeed betrieben. Der kabellose Betrieb bedeutet auch, dass die G Pro X2 Superstrike einen Akku braucht. Laut Logitech hält eine Akkuladung mit reduzierter Abtastrate von 1000 Hz bis zu 90 Stunden bei kontinuierlicher Bewegung, bevor die Maus per USB-C an den Strom muss.
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Logitech hat die G Pro X2 Superstrike mit E-Sport-Profis entwickelt und hofft, dass sich die neue Maus in der Szene durchsetzt. Bei Tastaturen haben sich induktive Schalter bereits etabliert, weil sie flottere Eingaben und „Rapid Trigger“-Inputs ermöglichen, bei denen Keys sofort nach dem Drücken zurückgesetzt und wiederholt aktiviert werden können. Für das Ausfüllen von Excel-Dokumenten, das Surfen im Webbrowser und sogar das Spielen von weniger kompetitiven Videospielen schießt die G Pro X2 Superstrike dagegen zumindest mit einem Preis von 180 Euro etwas über das Ziel hinaus.
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(dahe)