XPipe 21.0: Terminal-Docking fĂĽr Windows und Cisco-Switch-Integration
Das Open-Source-Tool XPipe kann jetzt Terminal-Fenster direkt einbetten und bietet UnterstĂĽtzung fĂĽr Cisco-Switches. Zudem gibt es Verbesserungen bei Proxmox.
(Bild: XPipe)
XPipe ist in Version 21.0 erschienen und bringt zahlreiche Neuerungen für die Verwaltung von Servern und Netzwerkgeräten. Die wichtigste Änderung ist die Terminal-Docking-Funktion für Windows, mit der sich Terminal-Fenster direkt in die XPipe-Oberfläche einbetten lassen. Außerdem integriert das neue Release Cisco-Switches und erweitert die Proxmox-Unterstützung.
Das Terminal-Docking funktioniert mit den meisten Windows-Terminals wie dem regulären Windows Terminal oder dem freien WezTerm. Nutzer können Terminal-Fenster nun direkt in XPipe einbetten, wieder lösen oder minimieren. Ein Toggle-Button – zu finden unten rechts im Fenster – steuert die Funktion, die sich bei Bedarf in den Einstellungen deaktivieren lässt. Für die Nutzung mit Terminal-Multiplexern wie zellij ist eine WSL-Distribution erforderlich. Die Entwickler versprechen zudem eine deutlich verbesserte RAM-Nutzung der Anwendung.
Cisco-Switches direkt verwalten
Eine weitere zentrale Neuerung ist die automatische Erkennung von Cisco IOS-Geräten bei SSH-Verbindungen. XPipe listet die Netzwerk-Ports auf, die sich direkt aus der Oberfläche heraus verwalten lassen. Administratoren können den Port-Status anzeigen und aktualisieren, Ports filtern sowie Interfaces öffnen, schließen oder zurücksetzen. Auch ein Interface-Monitoring mit Fehleranzeige und das Zurücksetzen von Zählern ist möglich. Schließlich lässt sich auch ein Neustart des Geräts aus XPipe heraus anstoßen.
Ursprünglich war die Cisco-Integration auf den kostenpflichtigen Professional-Plan beschränkt. Die Funktion ist für einige Wochen nach dem Release kostenlos verfügbar, wird danach aber Teil des kommerziellen Professional-Plans. Die Entwickler erwägen bei positiver Nutzerresonanz eine Erweiterung auf andere Netzwerkswitch-Hersteller – konkrete Pläne gibt es dazu aber bisher nicht.
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Proxmox-Container und Scripting-Verbesserungen
Bei der Proxmox-Unterstützung hat XPipe nachgelegt: Container-Netzwerke werden nun vollständig unterstützt, sodass Administratoren Services und Tunnel nicht nur für virtuelle Maschinen, sondern auch für LXC-Container zentral verwalten können. Das Öffnen von SPICE-Konsolen mit virt-viewer oder remote-viewer ist jetzt ebenfalls mit an Bord. Zudem bestimmt XPipe automatisch, ob für das Proxmox-Dashboard ein localhost-Tunnel benötigt wird – etwa bei selbstsignierten HTTPS-Zertifikaten.
Das Scripting-System wurde grundlegend überarbeitet und vereinfacht. Nutzer können nun externe Skript-Quellen über URLs einbinden, etwa aus Git-Repositories oder per HTTP. Skripte laufen shell-unabhängig: Ein zsh-Skript funktioniert auch auf Systemen mit bash als Login-Shell, solange zsh installiert ist. Die komplizierte Organisation über Skript-Gruppen haben die Entwickler entfernt. Optional lassen sich Skripte zentral in Git-Repos teilen und per Klick importieren.
Git-Synchronisation und SSH-Verbesserungen
Ferner hat XPipe die Git-Synchronisation optimiert: Nutzer können die Sync-Frequenz auf einmal pro Sitzung oder manuell einstellen, was die Anzahl der Commits reduziert und mehrere Änderungen zusammenfasst. Commit-Messages zeigen jetzt die Namen gelöschter Einträge statt kryptischer IDs an. Außerdem ist die Synchronisation zu einfachen lokalen Verzeichnissen ohne Git möglich, ebenso wie zu read-only Remotes. Individuelle Git-Credentials lassen sich auf Wunsch priorisieren.
Bei der SSH-Config-Verwaltung haben die Entwickler mehrere Fehler behoben: Einträge verschwinden nicht mehr beim Neustart, das Schreiben funktioniert besser – etwa für VS Code –, und die Identity-Erkennung für Patterns wurde verbessert. Ein Custom-Agent-Override ist möglich, und Include-Wildcards unterstützt XPipe jetzt ebenfalls. Weitere kleinere Verbesserungen betreffen moderne Icons, das Öffnen von AWS-Web-Dashboards, Yakuake-Support, virt-viewer als VNC-Client sowie die Generierung von WinSCP-ppk-Dateien. Alle Informationen zu den Änderungen finden sich in den Release Notes auf GitHub.
XPipe nutzt ein Open-Core-Modell: Die Community-Version ist kostenlos und bietet unbegrenzte Verbindungen, Dateiverwaltung, Scripting und Vault-Synchronisation für private Nutzung. Die kostenpflichtigen Versionen Homelab, Professional und Enterprise bieten zusätzliche Funktionen wie Enterprise-Tool-Integrationen, Bulk-Lizenzierung und Priority-Support. Im Januar hatte XPipe in Version 20.0 AWS-Integration für CLI, EC2, SSM und S3 sowie SSH-Key-Generierung eingeführt.
Siehe auch:
- XPipe bei heise download
(fo)