Open Telekom Cloud heißt künftig T Cloud Public
Nach zehn Jahren bekommt die Open Telekom Cloud einen neuen Namen: T Cloud Public. Mit ihr will die Telekom AWS, Azure und Google in der EU Paroli bieten.
(Bild: Iven O. Schloesser/Shutterstock.com)
Die Deutsche Telekom benennt ihre Public-Cloud-Plattform um: Aus der Open Telekom Cloud wird künftig T Cloud Public. Der neue Name soll die Zugehörigkeit zur T Cloud Familie des Konzerns deutlicher machen. Die 2016 gestartete Plattform richtet sich nach Angaben des Betreibers primär an regulierte Branchen und zählt mittlerweile mehr als 4000 Geschäftskunden.
Lars Neumann, bei der Deutschen Telekom für T Cloud verantwortlich, begründet den Schritt mit grundlegenden Marktveränderungen: „Geopolitik, neue Sicherheitsanforderungen oder künstliche Intelligenz verändern unsere Welt grundlegend – und damit auch die Anforderungen an die digitale Transformation von Unternehmen“, sagt Neumann. Die Umbenennung markiere ein klares Statement zur aktuellen Marktentwicklung.
Für Bestandskunden ändert sich durch die Umbenennung nach Angaben des Unternehmens nichts: Bestehende Services, SLAs und Ansprechpartner bleiben unverändert. Und natürlich bleiben die Daten weiterhin in Rechenzentren in Deutschland und der EU gespeichert.
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Die Deutsche Telekom positioniert T Cloud Public als europäische Alternative zu US-amerikanischen Hyperscalern wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud. Das Unternehmen betont die „europäische Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Betrieb“ – im Gegensatz zu US-Anbietern, die dem Cloud Act unterliegen. Die Plattform basiert auf OpenStack und soll dadurch offene Standards sowie hohe Portabilität in Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Szenarien bieten.
Ausbau auf Hyperscaler-Niveau geplant
Aktuell bietet T Cloud Public nach eigenen Angaben rund 80 Prozent des Core-Funktionsumfangs von US-Hyperscalern – dazu zählen elastische Compute-, Storage- und Netzwerk-Services, hochautomatisierter Self-Service sowie Unterstützung für Container, Microservices und Cloud-native Workloads. Bis Ende 2026 will die Deutsche Telekom 100 Prozent Parität erreichen.
Ein Überblick zur Umbenennung und den Ausbauplänen findet sich in der Ankündigung der T Cloud Public.
(fo)