FIFA FuĂźball-WM 2026: Mexikanische Polizei will Roboterhunde einsetzen
Roboterhunde sollen bei der FIFA Fußball-WM 2026 die mexikanische Polizei bei der Ansprache von Gefährdern unterstützen. Bewaffnet sind die Roboter nicht.
Roboterhunde der K9-X-Polizeieinheit.
(Bild: Municipio de Guadalupe)
Zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird, setzt die Gemeinde Guadalupe, eine Stadt im Großraum Monterrey in Mexiko, auf vierbeinige Roboterhunde zur Unterstützung der Polizeibeamten. Das teilte die Gemeinde Guadalupe am Montag mit. Die Robotereinheit K9-X umfasst vier Roboterhunde, die im Umfeld von Veranstaltungen der Fußball-Weltmeisterschaft patrouillieren und den Beamten in gefährlichen Situationen helfen sollen.
Genaue Angaben zu den verwendeten Roboterhunden macht die Gemeinde Guadalupe nicht. Offenbar handelt es sich aber um vierbeinige Roboterhunde des chinesischen Robotikunternehmens Unitree: dem Go2. Der Roboter ist mit Lidar und Kameras ausgestattet. Damit kann er unter anderem selbstständig navigieren und Hindernissen ausweichen. Zusätzlich ist er für den Polizeieinsatz aufgerüstet worden, unter anderem mit einem Nachtsichtgerät. Bei der mexikanischen Polizei wird er ferngesteuert und über ein Echtzeit-Kamerabild überwacht. Mögliche Gefährder werden über eine Audioverbindung von den Beamten angesprochen.
Roboterhunde fĂĽr die Erstintervention
Im Einsatz soll er mit potenziellen Straftätern in Kontakt treten, bevor die Polizisten dazustoßen. Die Gefährdung der Polizeibeamten soll damit so gering wie möglich gehalten werden.
Bei der Vorstellung der neuen K9-X-Einheit wurde der Roboter in ein verlassenes Gebäude geschickt, um eine bewaffnete Person aufzuspüren. Über die Sprachverbindung forderte die Polizei den Mann auf, seine Waffe fallen zu lassen und aufzugeben. Ob das in der Realität auch so gut klappt, müssen künftige Einsätze zeigen.
Die Roboterhunde sollen nach Angaben des Bürgermeisters von Guadalupe, Hector Garcia, grundsätzlich bei jedem Vorkommnis zur Erstintervention eingesetzt werden. Darunter fallen etwa Schlägereien und die Ansprache betrunkener Personen. Auch sollen die vierbeinigen Roboter in schwer zugänglichen Bereichen rund um die WM-Spielstätten eingesetzt werden. Denn der Go2 kann sich auch in schwierigem Gelände sicher fortbewegen und etwa Treppen steigen.
Bewaffnet seien die Roboter aber nicht. Sie würden ausschließlich als Augen, Ohren und Sprachrohr für die Polizeibeamten eingesetzt, um frühzeitig Gefahren erkennen zu können.
Eingesetzt werden sollen die Roboter auch im BBVA-Stadion, das während der FIFA-Weltmeisterschaft Estadio Monterrey heißt. Insgesamt vier WM-Spiele sollen dort stattfinden.
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Die Gemeinde Guadalupe habe fĂĽr die vier fĂĽr den Einsatz aufgerĂĽsteten Roboterhunde des K9-X rund 2,5 Millionen Pesos (etwa 122.300 Euro) ausgegeben. Die Sicherheit der Stadien der FIFA FuĂźball-Weltmeisterschaft in Mexiko wird durch den Einsatz weiterer Technik unterstĂĽtzt, darunter Drohnen und Drohnenabwehrtechnik.
(olb)