Maker Bits: Software, Hardware und Infos für Maker
Oft findet man bei der Recherche auch Beifang in Form von kleinen Tools, neuer Hardware und spannenden neuen oder alten Themen. Hier eine kleine Auswahl.
(Bild: KI / ChatGPT / Make)
Wenn ich für Artikel oder meine eigenen Projekte recherchiere, dann finde ich oft nicht nur eine passende Lösung im Netz, sondern oft auch noch Links, Videos, Software oder Hardware, die mich zu neuen Projekten inspirieren. Ich merke mir solche Stellen am liebsten in einem Messenger, den ich von allen Geräten erreichen kann. Die Links werden dann unter Freunden, Familie und Kollegen geteilt. Hier mal der Fang der letzten Zeit, habt ihr auch solche Tipps? Dann gerne in den Kommentaren posten.
Klassische LCD-Anzeige (mit Computer)
Möchte man eine in hellem Umgebungslicht gut ablesbare Anzeige haben, so baut man heute oft ein ePaper-Display ein. Diese haben aber immer noch den Nachteil, dass sie sich nicht wirklich schnell aktualisieren lassen und dabei auch noch Artefakte (Ghosting) hinterlassen. Flüssigkristall-Segment-Anzeigen (LCD, englisch liquid-crystal-display) waren in den 80er-Jahren an jedem Arm und traten dann in Farbe (mit Farbfiltern) auch ihren Siegeszug bei Mobiltelefonen, Monitoren und Fernsehern an, dort allerdings hinterleuchtet und zuerst nicht wirklich hell.
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Ein Display, das Kinder der 80er sofort zurückversetzt, ist das Waveshare ESP32-S3-RLCD-4.2, ein Entwicklungsboard mit einem 4,2-Zoll-reflektierenden LCD (RLCD). Im Gegensatz zu normalen TFT- oder OLED-Displays hat dieser Bildschirm keine Hintergrundbeleuchtung und verwendet Umgebungslicht, was ihn bei direktem Sonnenlicht hervorragend lesbar macht.
RLCD befindet sich auf einem Mittelweg zwischen E-Ink und traditionellen (Farb)-LCDs. Es bietet eine papierähnliche Sichtbarkeit im Außenbereich, aber mit schnellen Bildwiederholraten, was es für Benutzeroberflächen, Dashboards und energiesparende Smart-Displays geeignet macht.
Mit dem ESP32 und Sensoren für Temperatur und Feuchte, zwei Mikrofonen, Echtzeituhr, Lautsprecher und der Möglichkeit, es per 18650-Akku autark zu machen, ist es ein super Ding für viele Projekte.
3D-Scanner mit TOF-Sensor
Bastelig wird es in einem Projekt von Henrique Ferrolho, hier wird ein 3D-Scanner auf einem Breadboard mithilfe eines Time-Of-Flight-Abstandsensors gebaut. Dabei kommt der sehr weit verbreitete VL53L5CX-Sensor zum Einsatz, der von sich aus schon ein 8x8-Raster aus Entfernungen misst. Damit aus diesen 2D-Daten ein 3D-Modell wird muss man eigentlich nur wissen wohin der Sensor schaut und hat dann mit einer Messung 32 3D-Punkte im Raum aufgenommen.
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Und wie viele 3D-Handscanner benutzt der Scanner von Henrique eine IMU (inertiale Messeinheit, englisch inertial-measurement-unit), ein Bauteil, das in jedem Mobiltelefon steckt und auch auf vielen Breakoutboards für Maker verfügbar ist. Damit weiß der Eigenbauscanner immer, wohin er blickt und kann so (im Video handgeführt) den ganzen Raum abtasten.
Public Domain SID
Commodores 6581-Soundchip aus dem C64, der SID, setzte eine Marke bei den Musik- und Effektfähigkeiten für Heimcomputer. Schon lange wird er nicht mehr hergestellt und die noch verfügbaren Exemplare werden rar und kostspielig Hat man noch einen Commodore C64, allerdings mit defektem SID, so ist guter Rat teuer. Bis zur Entwicklung von Ersatz-Chips auf Mikrocontroller-Basis war es schwierig. Inzwischen sind die Nachbauten so gut, dass man kaum noch einen Unterschied hört.
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Einen weiteren Ansatz auf Basis der beliebten RP2350 Pico-2-Chips gibt es nun zu kaufen. Oder selbst zu bauen, denn die Unterlagen wie Schaltpläne, Boards (PCB), Code und werden als Public Domain veröffentlicht.
Anti-Aliasing für 3D-Druck
Im neuen Video des bekannten Youtubers CNC Kitchen wird Z-Anti-Aliasing, eine neue Slicing-Technik für den 3D-Druck, vorgestellt. Nicht planarer Druck wird schon länger diskutiert, oft sind aber signifikante Änderungen an dem Drucker nötig oder gar eine weitere Bewegungsrichtung nötig.
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Die Z-Antialiasing-Technik (ZAA), die durch winzige Anpassungen der Z-Höhe das Treppchenbild bei FDM-Drucken drastisch reduziert, ganz ohne spezielle Hardware, soll glattere Flächen mit weniger Nachbearbeitung erlauben. Anhand realer Messungen der Oberflächenrauheit wird gezeigt, wie viel glatter die Drucke werden, wo ZAA am besten funktioniert und wo derzeit noch Grenzen bestehen.
Videos by heise
Inzwischen wurde das Verfahren schon implementiert und es gibt bereits eine Version von Bambu-Studio, die ZAA implementiert und so zumindest für Besitzer von Bambu-Lab-Druckern verfügbar macht. (caw)