Betrug bei Kryptogeldfirma: CEO von SafeMoon muss 100 Monate ins Gefängnis
Der ehemalige CEO von SafeMoon muss mehr als acht Jahre ins Gefängnis, er hat Investoren um Millionen betrogen. Ein Komplize ist nach Russland geflohen.
(Bild: Maksim Kabakou/Shutterstock.com)
In den USA ist der ehemalige Geschäftsführer der Kryptogeldfirma SafeMoon zu 100 Monaten Gefängnis und der Rückzahlung von etwa 7,5 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn mitgeteilt. Dort wurde Braden John Karony im Mai 2025 von einer Jury für schuldig befunden, jetzt erfolgte die Festlegung der Strafe. Der Verurteilte habe Investoren aus allen gesellschaftlichen Schichten belogen, „um sich Villen, Sportwagen und maßgeschneiderte Trucks zu kaufen“, erklärt Staatsanwalt Joseph Nocella. Insgesamt habe der 30-Jährige mehr als neun Millionen US-Dollar gestohlen, „um seinen verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren“.
Flucht nach Russland
SafeMoon wurde 2021 ins Leben gerufen, die Firma hat die gleichnamige Kryptowährung ausgegeben. Beworben wurde sie laut der Stellungnahme hauptsächlich mit einem sogenannten Liquiditätspool, der einen schnellen Umtausch ermöglichen sollte. Befüllt wurde der angeblich aus einer 10-prozentigen Steuer auf alle Transaktionen mit SafeMoon. In Wahrheit hätten sich der CEO und seine Komplizen aber an dem Guthaben bedient und Millionen für sich abgezweigt. Das sei mit technischen Maßnahmen verschleiert worden. Die Staatsanwaltschaft listet auf, dass damit unter anderem ein 2,2 Millionen US-Dollar teures Haus, ein Sportwagen für fast 300.000 US-Dollar und mehrere andere Fahrzeuge gekauft werden.
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Die Anklage gegen die drei Chefs von SafeMoon war im Herbst 2023 öffentlich gemacht worden. Der ehemalige Technikchef hat sich dann vor einem Jahr schuldig bekannt, der Gründer ist nach Russland geflohen, wo er angeblich von Geheimdienstleuten betrogen wurde. SafeMoon hatte im Frühjahr 2023 schon weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt, als dem Unternehmen umgerechnet fast neun Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Davon wurden 80 Prozent zurückgegeben, der Rest durfte der unbekannte Angreifer als „Bug Bounty“ behalten. Vorher hatte es immer wieder Betrugsvorwürfe gegen SafeMoon gegeben.
(mho)