Mercedes-Benz: Drastischer Gewinneinbruch

Mercedes-Benz hat 2025 erneut weniger Gewinn und Umsatz gemacht als im Vorjahr. Erst im kommenden Jahr soll es wieder spürbar aufwärtsgehen.

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Mercedesstern S-Klasse 2026

(Bild: Mercedes-Benz)

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Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern mit. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet. Kosteneinsparungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte hätten hingegen einen Teil des Gegenwinds kompensiert.

Um Sondereffekte bereinigt sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern mitteilte. Mercedes-Benz machte dabei auch der schwache Dollar zu schaffen. In der wichtigsten Sparte mit dem Pkw-Bau sackte die bereinigte operative Marge um 3,1 Prozentpunkte auf 5 Prozent ab. Immerhin: Analysten hatten mit 4,8 Prozent sogar noch etwas weniger erwartet.

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Der Umsatz ging um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro. Die finanziellen Ergebnisse seien im Rahmen der Prognosen ausgefallen und seien getragen „von einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius. „Wir sind bereit für das Jahr 2026.“ Mit einem klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio treibe Mercedes die Transformation konsequent voran.

Insgesamt verkaufte Mercedes im vergangenen Jahr rund 2.160.000 Pkw und Vans. Pkw wurden etwas mehr als 1,8 Millionen verkauft, was einem RĂĽckgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. In China fiel der RĂĽckgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus. Nach wie vor ist China das wichtigste Land fĂĽr Mercedes. Fast ein Drittel aller Pkw setzt der Konzern 2025 dort ab.

Das Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr auf die angespannte Lage reagiert und ein Sparprogramm ausgerufen. Schon 2024 war das Konzernergebnis im Jahresvergleich deutlich gefallen. Auch der Umsatz und der Absatz waren damals bereits rückläufig. Das Sparprogramm soll dabei helfen, wieder profitabler zu werden. Demnach sollen bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu damals sinken. Zudem würden die Materialkosten optimiert. Auch die Fixkosten sollen bis 2027 um weitere zehn Prozent sinken. Helfen soll auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion.

Nach dem Gewinneinbruch fällt die Prämie für die Beschäftigten in diesem Jahr erneut geringer aus. Mercedes beteiligt die rund 85.000 anspruchsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland mit voraussichtlich bis zu 3139 Euro am Ergebnis, wie das Unternehmen mitteilte. Die Beschäftigten sollen die Prämie mit dem April-Entgelt erhalten. Deren endgültige Höhe stehe unter dem Vorbehalt der Feststellung des finalen Jahresabschlusses im März, hieß es. Sie sei unabhängig vom individuellen Gehalt und richte sich nach finanziellen Zielerreichungen des Unternehmens sowie der Umsetzung der Geschäftsstrategie. Zudem schenke der DAX-Konzern allen Beschäftigten in Deutschland eine Mercedes-Aktie. Hintergrund sind Feierlichkeiten rund um die Patentanmeldung von Carl Benz für sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ vor 140 Jahren.

(mfz)